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Aserbaidschan startet erste Militärübungen nach Eskalation in Bergkarabach

© SNA / Alexey Kudenko Kolonne mit aserbaidschanischen Militärs
Kolonne mit aserbaidschanischen Militärs   - SNA, 1920, 15.03.2021
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Die aserbaidschanische Armee hat am Montag operativ-taktische Übungen begonnen, bei denen bis zu 10.000 Soldaten zum Einsatz kommen sollen. Das folgt aus einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums. Es ist die erste Militärübung nach der Zuspitzung des Bergkarabach-Konfliktes im September.
An der Übung nehmen demnach nahezu 100 Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge, bis zu 200 Raketen-und Artillerieanlagen verschiedenen Kalibers, bis zu 30 Einheiten der Luftwaffe sowie Drohnen verschiedener Zweckbestimmung teil.
„Laut dem Plan, der vom Präsidenten der Republik Aserbaidschan und Obersten Befehlshaber der Streitkräfte, Herrn Ilcham Alijew bestätigt wurde, werden ab dem 15. März operativ-taktische Übungen der aserbaidschanischen Armee durchgeführt, an der sich Arten von Truppen (Streitkräften) beteiligen werden“, heißt es beim Pressedienst des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums gegenüber der Agentur SNA.
„Bei den Übungen, die bis zum 18. März andauern, werden die Truppen Aufgaben zur Bekämpfung von Terroristeneinheiten (Gruppen) sowie von illegalen bewaffneten Formationen und zur Durchführung von Anti-Terror-Operationen erfüllen“, heißt es.

Antwort aus Jerewan

Derartige taktische Übungen unter Beteiligung von 7500 Soldaten würden vom 16. bis zum 20. März in Armenien in allen operativen Richtungen der Streitkräfte abgehalten, wie der Pressedienst des Verteidigungsministeriums der Republik zuvor mitgeteilt hatte.
„Zu den taktischen und taktisch-professionellen Übungen werden 7500 Militärs, 200 Raketen-, reaktive Raketen- und Artilleriemittel sowie mehr als 150 Panzerabwehrmittel, rund 100 gepanzerte Fahrzeuge und mehr als 90 Mittel der Luftverteidigung herangezogen. Zur Unterstützung von taktischen Handlungen der Truppen während der Übungen werden Luftangriffsmittel (Luftwaffe) eingesetzt“, heißt es auf der offiziellen Webseite des armenischen Verteidigungsministeriums.
Das Ziel der Übungen, an denen sowohl allgemeine Einheiten als auch Spezialeinheiten teilnehmen würden, sei es, die Kampfbereitschaft der Truppen, das Zusammenwirken verschiedener Kräfte und Mittel, die Fähigkeit zur Lenkung einer operativen Einheit und die Fähigkeit zu schnellen Handlungen in der aktuellen Situation, zu überprüfen.

Reaktionen aus Russland

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, das aserbaidschanische Militärmanöver stelle kein Risiko für die Stabilität und Sicherheit in der Region dar, da es planmäßig sei. Die Situation steht ihr zufolge weiterhin unter Kontrolle des russischen Friedenskontingents in Bergkarabach.

Konflikt in Bergkarabach beigelegt

Ende September war der Konflikt in Bergkarabach eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen. Auf beiden Seiten gab es viele Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Jerewan machten sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Rund 90.000 Menschen, etwa 60 Prozent der Einwohner von Bergkarabach, flohen während der Kämpfe.
Bergkarabach-Verhandlungen in Moskau. Von l. nach r.: Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan, der aserbaaidschanische Präsidenet Ilcham Alijew und Russlands Staatschef Wladimir Putin. Kreml, 11. Januar 2021 - SNA, 1920, 11.01.2021
Bergkarabach: Armenien, Aserbaidschan und Russland über Zukunft der Region einig
Die Konfliktparteien unternahmen mehrere Versuche, eine Waffenruhe zu vereinbaren, diese blieben jedoch erfolglos. Schließlich wurde in der Nacht zum 10. November unter Vermittlung Russlands ein Waffenstillstand geschlossen. Die Vereinbarung sieht eine vollständige Waffenruhe in Bergkarabach seit dem 10. November vor. Aserbaidschan und Armenien bleiben dabei in den von ihnen besetzten Stellungen.
Das Dokument regelt außerdem den Austausch von Kriegsgefangenen – sowie die Stationierung von russischen Friedenstruppen entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Korridors Latschin.
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