Kreise: Europäische Galileo-Satelliten satteln auf Sojus-Rakete um

© SNA / Pressedienst von Roskosmos / Zur BilddatenbankTrägerrakete Sojus-2.1b (Archivbild)
Trägerrakete Sojus-2.1b (Archivbild)  - SNA, 1920, 14.03.2021
Auch das nächste Satellitenpaar des europäischen Navigationssystems Galileo soll Anfang 2022 nicht mit einer Ariane-6-Trägerrakete, sondern mit dem russischen Pendant Sojus-ST ins All fliegen. Das erfuhr SNA aus den Raumfahrtkreisen.
Laut einem Vertrag aus dem Jahr 2017 sollten bis Mitte 2021 vier Galileo-Satelliten an Bord von zwei Ariane-6-Raketen gestartet werden. Die russische Sojus-Rakete war dabei als Ersatz im Gespräch.
Außenbordeinsatz der Astronauten bei einer ISS-Mission (Archivbild) - SNA, 1920, 06.03.2021
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Weil sich der Erststart der Ariane-6-Rakete bis zum zweiten Quartal 2022 verzögerte, wurde beschlossen, das erste Satellitenpaar im September 2021 mit einer Sojus-Rakete zu starten. Nun wurde bekannt, dass auch das zweite Satellitenpaar auf die russische Rakete umsatteln muss.
„Der zweite Start der beiden Galileo-Satelliten vom Raumfahrtzentrum Guayana (Weltraumbahnhof Kourou – Anm. d. Red.) aus wird nicht mit einer Ariane-6-Rakete, sondern mit einer Sojus-ST voraussichtlich im März 2022 stattfinden“, teilte ein Sprecher mit.
Zwischen 2011 und 2016 waren 14 Galileo-Satelliten von Kourou mit Sojus-Trägerraketen in den Weltraum befördert worden. In den drei nächsten Jahren flogen zwölf weitere Satelliten an Bord von drei Ariane-5-Raketen ins All.
Das globale Satellitennavigationssystem Galileo ist die europäische Konkurrenz zu GPS (USA), Glonass (Russland), und Beidou (China) und soll Nutzern auf der ganzen Welt räumliche und zeitliche Positionierung ermöglichen. Das Programm wird von der EU finanziert. Von den bislang 26 gestarteten Satelliten sind 22 im Regelbetrieb.
Seit Oktober 2011 hat es in Kourou insgesamt 25 Sojus-ST-Starts gegeben. Beim Start im August 2014 verfehlten die europäischen Navigationssatelliten Galileo wegen Problemen mit der Fregat-Oberstufe ihre Umlaufbahn.
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