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Weißes Haus „zwischen Hammer und Amboss” wegen Nord Stream 2 – „Politico“

© SNA / Ilya PitalyowBauarbeiten an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 (Archivbild)
Bauarbeiten an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 13.03.2021
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Die Regierung von US-Präsident Joe Biden befindet sich im Zusammenhang mit der Verhängung von Sanktionen gegen die russische Gaspipeline Nord Stream 2 in einer schwierigen Situation, schreibt „Politico“ unter Berufung auf Quellen.
Der amerikanische Staatschef befinde sich aufgrund der neuen Sanktionen gegen die Gaspipeline, die laut Quellen in Washington vorbereitet werden, in einer heiklen diplomatischen Situation. Biden wolle sowohl den Bau von Nord Stream 2 stoppen als auch die Beziehungen zu Deutschland stärken, das für den Abschluss des Projekts steht.
„Wir sind zwischen Hammer und Amboss“, sagte einer der Quellen im Weißen Haus.
Zudem wird die Administration von beiden Parteien im Kongress unter Druck gesetzt, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Am Donnerstag soll Außenminister Anthony Blinken mit den Mitgliedern des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des Senats ein Briefing zu der Situation durchgeführt haben. Er konnte die Maßnahmen gegen die russische Gaspipeline jedoch nicht klären, was zu einer negativen Reaktion des Kongresses geführt habe.
Der republikanische Senator von Texas, Ted Cruz, habe unter anderem die Kandidatur von William Burns für das Amt des CIA-Direktors blockiert und erklärt, er werde sich dieser Ernennung widersetzen, bis die Biden-Regierung die Sanktionen gegen Nord Stream 2 ausweite.
Das Projekt Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei Gasleitungen mit einer Gesamtleistung von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr vor, die von Russland über die Ostsee nach Deutschland verlaufen. Die Gaspipeline ist bereits zu mehr als 90 Prozent fertig.
Nord Stream 2, Rügen (Archivfoto) - SNA, 1920, 09.03.2021
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US-Sanktionen gegen Nord Stream 2
Washington will den Fertigbau der Pipeline stoppen – angeblich, um eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen zu verhindern. Befürworter der Gasleitung werfen den USA dagegen vor, nur ihr teureres Flüssiggas in Europa verkaufen zu wollen.
Im Dezember 2019 wurden die Bauarbeiten unterbrochen, nachdem US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen die an dem Projekt beteiligten Unternehmen ermöglicht hatte. Daraufhin stiegen Unternehmen wie etwa die Schweizer Firma Allseas und die norwegische DNV GL aus dem Projekt aus.
Vonseiten des russischen Außenministeriums hieß es, die Versuche Washingtons, den Bau der Pipeline zu stoppen, seien eine Erscheinungsform des unlauteren Wettbewerbs.
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