Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Studie: Viel Stress im Homeoffice – Arbeitnehmer brauchen Unterstützung

© CC0 / TimKvonEndÜberstunden beim Homeoffice (Symbolbild)
Überstunden beim Homeoffice (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.03.2021
Abonnieren
In der Corona-Krise sind viele Menschen im Homeoffice zwischen Familie und Beruf stark belastet. Eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group ergab, dass Angestellte großer Unternehmen, die oft von zuhause arbeiten und sich zugleich um Kinder oder andere Angehörige kümmern, häufig unter Stress stehen und um ihre Karriere fürchten.
Viele Arbeitnehmer mit Mehrfachbelastung im Homeoffice sehen sich im Nachteil gegenüber Kinderlosen und erwägen relativ oft einen Jobwechsel. Viele meinten auch, dass ihre Leistung gesunken sei und sie von ihrer Führungskraft nicht genug Hilfe bekämen. Frauen empfinden die Situation laut der Umfrage belastender als Männer.
In Deutschland, wo rund 1500 Beschäftigte großer Unternehmen an der Umfrage teilnahmen, gaben 35 Prozent der Väter und 22 Prozent der Mütter an, sich um ihre Zukunft im Unternehmen zu sorgen. Mehr als 40 Prozent aller Befragten fühlten sich körperlich oder psychisch gestresst. Beschäftigte im Homeoffice, die sich nicht um Kinder oder andere Angehörige kümmern mussten, machten sich seltener Job-Sorgen (21 Prozent) und waren auch weniger gestresst (etwa ein Drittel).
Homeoffice (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.03.2021
Fast die Hälfte im Februar zeitweise im Homeoffice – Befragung
Rund 30 Prozent der Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren gaben ferner an, ihre Leistungsfähigkeit bei der Arbeit habe unter den größeren Pflichten für Haushalt und Familie gelitten. 40 Prozent der Männer und 44 Prozent der Frauen glaubten sich im Nachteil gegenüber Kinderlosen. Bei Eltern mit älteren Kindern waren die Sorgen geringer.
Zwar gaben viele der Befragten an, ihre Führungskraft habe direkte Unterstützung angeboten – etwa flexible oder geringere Arbeitszeiten, oder großzügigere Ablieferungstermine. Doch nur 42 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen fühlten sich in ihrer Lage verstanden.
Die Ergebnisse seien für Unternehmen bedeutend, da Eltern junger Kinder oft Manager auf mittlerer Führungsebene seien und Firmen solche Talente nicht verlieren sollten, hieß es bei den Boston-Beratern. Sie sind überzeugt, dass Beschäftigte im Alltag bestmöglich unterstützt werden müssten.
Frauen seien ohnehin oft in Führungspositionen unterrepräsentiert, heißt es. „Wir riskieren, die dünnen Fortschritte bei der Geschlechtervielfalt umzukehren“, schreiben die Autoren. Zumal die Lage sich so schnell nicht ändern werde: Homeoffice oder gemischte Arbeit – teils im Büro, teils zu Hause – sei ein Trend, zudem öffneten nicht alle Schulen.
Für die Erhebung wurden 20.000 Menschen in zwölf Ländern befragt.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала