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Zahl der Zwillingsgeburten bricht alle Rekorde weltweit – Studie

© SNA / Natalia SeliwerstowaZwillinge
Zwillinge  - SNA, 1920, 12.03.2021
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Die Zahl der Zwillingsgeburten ist weltweit so hoch wie noch nie zuvor. Laut einer Studie kamen zwischen der ersten Hälfte der 1980er Jahre und dem Beginn der 2010er Jahre ein Drittel mehr Zwillinge zur Welt – die Zahl stieg von gut neun auf zwölf je 1000 Geburten. Das geht aus einem Beitrag in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“ hervor.
Wie das internationale Forscher-Team um den Soziologen Christiaan Monden von der Universität Oxford berichtet, sei dies auf eine stärkere Verbreitung von künstlicher Befruchtung mit einer deutlich größeren Wahrscheinlichkeit von Mehrlingsgeburten sowie auf ein höheres Alter vieler Mütter und den höheren Einsatz von Verhütungsmitteln zurückzuführen.
Ältere Frauen gebären häufiger Zwillinge, weil bei ihnen pro Zyklus mehr Eizellen heranreifen als bei jüngeren, zitiert die Deutsche Presse-Agentur aus dem Bericht. Das liegt daran, dass ältere Frauen mehr Follikel-stimulierendes Hormon (FSH) produzieren, das die Reifung der Eizelle auslöst.
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In fast allen Ländern, mit Ausnahme Südamerikas, sei die Zahl der Zwillinge zwischen 2010 und 2015 im Vergleich zu 1980 bis 1985 zum Teil deutlich gestiegen. Zumeist handelt es sich dabei um zweieiige Zwillinge, der Anteil eineiiger Zwillingsgeburten blieb stabil bei vier Prozent. Es sei aber unklar, ob die Zahl in wohlhabenderen Ländern weiter steigen wird, denn die Regeln für künstliche Befruchtung wurden vielerorts geändert, so dass nun weniger Embryonen eingesetzt werden. Das liegt an Gesundheitsproblemen bei Mehrlingsgeburten. Bei Zwillingen bestehen höhere Risiken während der Schwangerschaft sowie während der Geburt, etwa Früh- oder Totgeburten und eine höhere Sterblichkeit.
„Es ist daher möglich, dass in diesen Ländern die für den Zeitraum 2010 bis 2015 beobachteten Zwillingsraten ein Allzeithoch erreicht haben und im kommenden Jahrzehnt zu sinken beginnen“, zitiert die DPA aus dem Bericht.
Die Studienautoren schätzen, dass weltweit jedes Jahr etwa 1,6 Millionen Zwillingspaare zur Welt kommen, eines von 42 Neugeborenen ist Zwilling. In Deutschland war 2019 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sogar jedes 27. Neugeborene ein Mehrlingskind, zumeist ein Zwilling. Das entsprach einem Anteil von 3,7 Prozent – 1982 waren es noch 1,9 Prozent.
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