Serbien plant Produktion von russischem „Sputnik-V“ und chinesischem „Sinopharm”

© SNA / Wladislaw WodnewImpfdosen von Sputnik V
Impfdosen von Sputnik V - SNA, 1920, 12.03.2021
Serbien hat am Donnerstag angekündigt, im Mai mit der Inlandsproduktion des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ und bis Mitte Oktober mit Chinas „Sinopharm” zu beginnen, meldet Reuters.
Die serbische Produktionskapazität für den Impfstoff „Sinopharm” werde bis zum 15. Oktober fertig sein, so Präsident des Landes Aleksandar Vucic nach dem Treffen mit dem Kronprinzen der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, in Dubai. „Wir werden große Mengen an Impfstoffen für uns haben, aber auch für die gesamte Region“, sagte Vucic im staatlichen RTS-Fernsehen.
Serbien und die VAE würden innerhalb von zwei Wochen einen Vertrag über den Bau einer neuen Impfstofffabrik unterzeichnen. „Es wird eine völlig neue Impfstofffabrik sein, die wir zusammen mit den VAE und den Chinesen bauen werden“, fügte Vicic hinzu.
Ab dem 20. Mai soll auch die lokale Produktion des Impfstoffs „Sputnik V“ starten, so das Büro des Innovationsministers Nenad Popovic.
„Die erste Phase (...) würde den Transport von (Impfstoff-) Bestandteilen aus Russland, die Verpackung und die Verteilung umfassen“, sagte Popovics Büro, nachdem er den russischen Handelsminister Denis Manturow in Moskau getroffen hatte.
Serbien mit sieben Millionen Einwohnern hat bisher 503.291 Corona-Fälle und 4.644 Todesfälle registriert. Im Rahmen eines staatlichen Impfprogramms kann Belgrad zwischen Aufnahmen von Pfizer/BioNTech, Oxford AstraZeneca, Sinopharm und Sputnik V wählen.
Serbien hat eine der weltweit höchsten Impfraten hinter Israel, den VEA, den USA und Großbritannien.
Corona-Impfstoff Sputnik V - SNA, 1920, 03.03.2021
Ungarns Premier für Einsatz von Corona-Impfstoffen aus China und Russland

„Sputnik V“

Der Einsatz des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ wurde bereits in Weißrussland, Argentinien, Bolivien, Serbien, Algerien, Palästina, Venezuela, Paraguay, Turkmenistan, Ungarn, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Iran, der Republik Guinea, Tunesien, Armenien, Mexiko, Nicaragua, der Republika Srpska (Entität von Bosnien und Herzegowina), dem Libanon, Myanmar, Pakistan, der Mongolei, Bahrain, Montenegro, Saint Vincent und den Grenadinen, Kasachstan, Usbekistan, Gabun, San Marino, Ghana, Syrien, Kirgistan, Guyana, Ägypten, Honduras und Guatemala genehmigt. Auch Deutschland und Österreich haben Interesse an Corona-Impfstoffen aus Russland gezeigt.
Nach Informationen der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ zeigte "Sputnik V" in der dritten Testphase eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Laut Alexander Ginsburg, Leiter des Gamaleja-Instituts, bietet der Impfstoff einen hundertprozentigen Schutz vor einem schweren und mittelschweren Krankheitsverlauf.
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