Russland nicht an politischen Wettkämpfen um Impfstoffe beteiligt – Außenministerium

© SNA / RDIF / Zur BilddatenbankTests von „Sputnik Light“
Tests von „Sputnik Light“ - SNA, 1920, 12.03.2021
Der russische Corona-Impfstoff „Sputnik V“ beweist laut der Sprecherin des russischen Außenamtsministeriums, Maria Sacharowa, nachdrücklich seine Effizienz. Moskau hat ihr zufolge nicht vor, dieses Thema zu politisieren.
„Der in Russland entwickelte Corona-Impfstoff ,Sputnik V‘ beweist weiter nachdrücklich seine Effizienz sowohl in als auch außerhalb unseres Landes. Das Präparat wurde bereits in 50 Ländern für den Einsatz zugelassen, nach der Zahl nationaler Registrierungen belegt es den zweiten Platz in der Welt“, sagte sie vor Journalisten am Freitag.
Impfdosen von Sputnik V - SNA, 1920, 10.03.2021
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Im Anmarsch seien weitere inländische Impfstoffe, so Sacharowa.
„Wir haben bestimmt nicht vor, diese Frage zu politisieren, wir beteiligen uns an keinen politischen Wettkämpfen und umso mehr an keiner Infodemie.“
Sie betonte ferner, dass Russland leider das Objekt vieler unglaubwürdiger Informationen sei, die unter anderem über den russischen Impfstoff und Russlands Bemühungen im Kampf gegen die Pandemie veröffentlicht würden.
Die Versuche, Russland und dessen Bemühungen um die Entwicklung von Präparaten zur Coronavirus-Vorbeugung zu diskreditieren, „funktionieren nur in einer Richtung: gegen jene, die solche Versuche unternehmen“.
„Wir sind uns sicher, dass die schnellstmögliche Überwindung der andauernden Epidemie und ihrer massiven sozialwirtschaftlichen Folgen einen Zusammenschluss der Weltgemeinschaft und deren koordinierte Bemühungen erfordert. (…) Man möchte glauben, dass die ausländischen Partner die Wichtigkeit des Progresses in der Immunisierung der ganzen Bevölkerung der Erde verstehen und aufhören, Kräfte für die Politisierung dieses Problems zu verschwenden.“

Russische Corona-Impfstoffe

Das russische Gesundheitsministerium hatte Anfang August den weltweit ersten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus registriert, der den Namen „Sputnik V“ erhielt. Er wurde vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit Unterstützung des russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt. Die medizinische Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichte Anfang Februar die Zwischenanalyse der Ergebnisse der klinischen Phase-III-Studien des Impfstoffs „Sputnik V“, die ihm eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent und Sicherheit bescheinigen.
Impfdosen von Sputnik V - SNA, 1920, 05.03.2021
Österreich
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Im Oktober wurde die Registrierung eines weiteren Impfstoffs – „EpiVacCorona“ – abgeschlossen, der vom staatlichen Forschungszentrum für Virologie und Biotechnologie „Vektor“ entwickelt wurde.
Ein dritter russischer Impfstoff, vom Tschumakow-Forschungszentrum für immunbiologische Präparate der Russischen Akademie der Wissenschaften, wurde am 19. Februar vom russischen Gesundheitsministerium registriert.
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