Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Anspielung auf George Floyd? „Charlie Hebdo“ bildet die Queen kniend auf Meghan Markles Hals ab

© REUTERS / PAUL CHILDSMeghan, Herzogin von Sussex (Archivbild)
Meghan, Herzogin von Sussex (Archivbild) - SNA, 1920, 12.03.2021
Abonnieren
Die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ hat eine Karikatur mit der britischen Königin Elizabeth II. und Meghan, Herzogin von Sussex, veröffentlicht und heftige Reaktionen seitens der Internet-Benutzer geerntet.
Die entsprechende Ausgabe der Zeitschrift erschien am Mittwoch. „Charlie Hebdo“ publizierte auch auf Twitter die Meghan-Karikatur.
Darauf ist die britische Monarchin in einem gelben Kostüm, mit roten Augen und haarigen Beinen zu sehen, die ihr Knie auf den Hals von Meghan, der Ehefrau von Queens Enkel Prinz Harry, drückt. Die Zeichnung wird von dem Text begleitet: „Warum hat Meghan den Buckingham verlassen?“
Die abgebildete Herzogin antwortet in einer Sprechblase: „Weil ich nicht mehr atmen konnte!“
Aufgrund dieser Sprüche soll die Karikatur auf den Fall George Floyd anspielen, der in den USA und in anderen Ländern Massenproteste gegen Polizeigewalt und Rassismus unter dem Motto „Black Lives Matter“ (BLM, englisch für „Schwarze Leben zählen“) auslöste. Der unbewaffnete Afroamerikaner war am 25. Mai des vergangenen Jahres in der Stadt Minneapolis (Bundesstaat Minnesota) nach einer brutalen Festnahme ums Leben gekommen. „Ich kann nicht atmen“, schrie er, während ein Polizist mehrere Minuten lang sein Knie gegen Floyds Hals drückte.
„Meghan Lives Matter“, kommentierte am Mittwoch der Twitterer unter dem Namen Guytoo das „Charlie Hebdo“-Posting bezugnehmend auf den Spruch der BLM-Bewegung.
Viele User zeigten sich empört über die Karikatur und bezeichneten sie als „geschmacklos“ und „ekelhaft“. Die Zeichnung gehe „zu weit“.
„Zum Kotzen“, schrieb etwa „Artemis“.
„Ekelhaft, schämt euch“, kommentierte am Freitag die Twitterin Sobralia.
Anlass für die Karikatur war das Exklusiv-Interview von der Star-Moderatorin Oprah Winfrey mit Harry und Meghan. Dabei warfen die Sussex der Königsfamilie unter anderem mangelnde Unterstützung vor und bezichtigten sie rassistischer Gedankenspiele.
Als sie mit Sohn Archie schwanger gewesen sei, habe es Bedenken gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“, erzählte Meghan. Von welchem Mitglied der Königsfamilie diese Äußerungen kamen, wollte das Paar nicht sagen – lediglich Queen Elizabeth II. und ihr Ehemann Prinz Philip wurden später ausgenommen. Darauf wiesen auch einige User in ihren Kommentaren zur „Charlie Hebdo“-Karikatur hin.
Das am Sonntagabend (Ortszeit) vom TV-Sender CBS ausgestrahlte Gespräch war das erste Interview des 36-jährigen Herzogs und der 39-jährigen Herzogin von Sussex, seitdem das Paar vor einem Jahr seine royalen Pflichten aufgegeben hatte. Derzeit leben Meghan und Harry mit ihrem Sohn in Kalifornien und erwarten ihr zweites Kind.
Prinz William bei Besuch einer Schule in London - SNA, 1920, 11.03.2021
Prinz Williams Reaktion auf Interview von Harry und Meghan: „Wir sind keine rassistische Familie“
Im September 2020 hatte ein aus Pakistan eingewanderter Mann zwei Menschen vor dem früheren Büro der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ mit einem Fleischerbeil angegriffen und verletzt. Das Blatt hatte Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht, was einige Muslime als Blasphemie werten.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verteidigte die Veröffentlichung der Karikaturen als einen Ausdruck der Meinungsfreiheit. Eine Reihe muslimischer Länder – allen voran die Türkei – kritisierte daraufhin die französische Regierung heftig.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала