USA verlängern Aufenthaltserlaubnis für russische Diplomaten nicht

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Flagge der USA - SNA, 1920, 11.03.2021
Nach Angaben des Generalkonsuls der Russischen Föderation in Houston, Alexander Sacharow, verzögern die Vereinigten Staaten nicht mehr nur die Visaerteilung für neues russisches diplomatisches Personal, sondern verweigern auch die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis für das bereits amtierende.
„Seit mehreren Jahren ist das Generalkonsulat gerade wegen der strengen Visapolitik unserer amerikanischen Kollegen unvollständig besetzt. Es ist üblich geworden, ein Jahr oder länger auf Visa zu warten, obwohl das Ergebnis nicht garantiert ist. Die Menschen sind gezwungen, ohne Ersatz nach Russland zurückzukehren, was sich, wie Sie verstehen, sehr negativ auf die Fähigkeit auswirkt, die uns übertragenen Aufgaben effektiv zu erfüllen“, sagte Sacharow gegenüber SNA.
Besorgniserregender sei, dass das Gastland jetzt nicht nur die Erteilung von Visa an neue Mitarbeiter verzögere, sondern auch die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis für Mitarbeiter russischer Auslandsmissionen verweigere, die sich bereits in den USA befinden. Sollten russische Diplomaten aus offiziellen oder persönlichen Gründen nach Russland reisen müssen, können sie laut Sacharow nicht mehr nach Amerika einreisen.
Das Generalkonsulat erwarte, dass die amerikanische Seite ihre Position überdenken und zu konstruktiven Verhandlungen über Visafragen zurückkehren werde, betonte der Konsul.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto) - SNA, 1920, 29.12.2020
Russlands Außenminister Lawrow: Keine baldige Normalisierung der Beziehungen zu USA in Sicht
Anfang September 2017 waren das russische Generalkonsulat in San Francisco sowie die Handelsmission in Washington und ihre Zweigniederlassung in New York auf Ersuchen des Außenministeriums an die amerikanische Seite übergeben worden. Dann forderte Washington die Schließung des Generalkonsulats in Seattle. Dies geschah gleichzeitig mit der Ausweisung von 60 russischen Diplomaten wegen Verdachts auf Spionage und als Reaktion auf die angebliche Beteiligung Russlands an dem Vorfall mit der Vergiftung des britischen Spions Sergei Skripal und seiner Tochter in Salisbury. Der Zugang zum Generalkonsulat ist für russische Diplomaten geschlossen.
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