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Hai-Torpedos und Fledermaus-Bomben: Die tierischen Flops des Pentagons

© SNADie tierischen Flops des Pentagons
Die tierischen Flops des Pentagons - SNA, 1920, 11.03.2021
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Es kann wirklich gutgehen, wenn Mensch und Tier im Kampfeinsatz zusammenarbeiten. Zum Beispiel, wenn Delphine Seeminen aufspüren oder Hunde Sprengsätze suchen. Andere Vorhaben dieser Art sind von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Das Portal „Military Times“ zeigt eine Auswahl von wirklich missratenen Tierprojekten des Pentagons.

Bombensucher mit Rüssel

Nicht nur Größe und Gewicht zeichnen Elefanten aus, sondern auch ein feiner Geruchssinn und eine ausgeprägte Intelligenz. Die größten Landtiere der Welt sind also wie geschaffen für die Suche nach Minen und Sprengsätzen, dachten sich die Strategen vom Pentagon.
Zwei Dinge nur hatten sie nicht bedacht: In den USA steht der Elefant als gefährdete Tierart auf der roten Liste, was sich schlecht mit Kampfeinsätzen verträgt. Außerdem sind die Dickhäuter nicht gerade unauffällig, wenn sie auf dem Schlachtfeld stehen.
Also entschied sich die US-Armee, beim Entminen weiterhin auf Hunde zu setzen. Die haben außerdem den Vorteil, dass sie bei der Suche nach stoßempfindlichen Minen nicht allzu sehr trampeln. 50.000 Dollar hatte das Militär für die Abrichtung der Elefanten ausgegeben, bevor es zu dieser Einsicht gelangte.

Kavallerie mit Höckern

© CC0 / U.S. Air ForceReiter mit dem Kamel
Reiter mit dem Kamel - SNA, 1920, 11.03.2021
Reiter mit dem Kamel
Der US-Kongress hatte 1855 Gelder dafür bereitgestellt, Kamele für den Militäreinsatz zu trainieren. Aus den Wüstentieren sollten die besseren Pferde und Esel werden, weil sie doch ausdauernder seien, mehr Last aufnehmen könnten und keine Hufeisen benötigten.
An den Tieren sollte das Projekt auch nicht scheitern, sondern am amerikanischen Bürgerkrieg. Als dieser ausbrach, wechselten die meisten Reiter, die mit den Kamelen umgehen konnten, zu den Südstaatlern. Die Tiere wurden größtenteils an Wanderzirkusse abgegeben oder einfach in der Wildnis ausgesetzt.

Zielsucher mit Schnabel

CC BY-SA 4.0 / Milos Stevanovic~srwiki / Taube in einer Bombe
Taube in einer Bombe - SNA, 1920, 11.03.2021
Taube in einer Bombe
Der Psychologe und Erfinder Burrhus Skinner hatte vor dem Zweiten Weltkrieg die Idee, Bomben mithilfe von Tauben ins Ziel zu lenken. Brieftauben sollten die Zielobjekte mit dem Schnabel auf einem Bildschirm picken. Die dadurch ausgelösten elektrischen Signale würden die Bomben ins Ziel leiten. Auf dem Papier war das Projekt perfekt, in der Praxis aber eher weniger… Etwas Nützliches hatte das Vorhaben trotzdem: Die Bildschirme, die Skinner beim Projekt verwenden wollte, wurden zum Prototyp der heutigen Touch Screens.

Operation X-Ray

Auf diese Idee muss man erstmal kommen: Als Reaktion auf Pearl Harbor 1941 hatte der amerikanische Zahnarzt und Erfinder Lytle Adams vorgeschlagen, kleine Zeitbomben an Fledermäusen zu befestigen und diese dann auf die Japaner loszulassen. Die Tiere sollten sich zunächst in Gebäuden verstecken, wo sie nach einer Zeit zusammen mit den Sprengsätzen explodieren würden.
Da Adams mit der damaligen First Lady befreundet war, fand die Idee Unterstützer in den allerhöchsten Kreisen. Bis ein außer Kontrolle geratener Fledermausschwarm bei Versuchen auf dem Carlsbad Auxiliary Field in New Mexico mehrere Kasernen, einen Wachturm und weitere Gebäude in die Luft sprengte. Zwei Millionen Dollar und 6000 Fledermäuse später stellte das Militär die Tests ein.

Kamikaze-Haie

Haifische für den Einsatz als Torpedos abrichten – man es kann ja mal versuchen. Die US Navy begann damit 1970. Gut, Haie sind nicht gerade umgänglich, aber man hatte es irgendwie geschafft, ihnen Sprengsätze samt Fernzündern anzulegen. Mittels elektrischer Stöße sollten die Haie in die Zielrichtung gelenkt werden. Die Praxis zeigte allerdings, wie lernresistent diese Wassertiere sind: Mit den Stromstößen wurde nichts erreicht, außer dass die Haie wütend wurden. Das Projekt wurde ein Jahr nach Beginn eingestellt.
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