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Norwegen stoppt vorübergehend Corona-Impfungen mit Astrazeneca

© SNA / Wladimir TrefilowAstraZeneca-Impfstoff gegen Corona (Symbolfoto)
AstraZeneca-Impfstoff gegen Corona (Symbolfoto) - SNA, 1920, 11.03.2021
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Norwegen hat Corona-Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca ausgesetzt. Dies gab der Abteilungsleiter für Infektionskrankheiten am norwegischen Institut für öffentliche Gesundheit, Geir Bukholm, am Donnerstag bekannt.
Die Maßnahme wurde der Behörde zufolge nach den Berichten aus Dänemark getroffen, wo es zu Komplikationen durch Blutgerinnsel nach der Impfung gekommen sein soll. Auch in Dänemark wird zeitweilig niemand mehr mit Astrazeneca-Serum geimpft.

„Man ist nicht zu dem Schluss gekommen, dass ein Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Vorfall in Dänemark besteht. Aber als Vorsichtsmaßnahme haben wir uns entschieden, die Impfungen mit der Astrazeneca-Vakzine vorübergehend zu stoppen, während die Untersuchung läuft“, sagte Bukholm laut der Mitteilung.

Wie lange die Impfungen mit dem Mittel ausgesetzt werden, erklärte das Institut zunächst nicht. Demnach werden Termine für Impfungen mit dem Astrazeneca-Präparat entweder gestrichen oder die Patienten werden stattdessen mit Vakzinen der Konzerne Biontech/Pfizer und Moderna immunisiert.
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Bisher erhielten 121.820 Menschen in Norwegen der Behörde zufolge eine Astrazeneca-Impfung. Sie werden nun gebeten, sich keine unnötigen Sorgen zu machen.
„Wenn es einen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und einem Blutgerinnsel gibt, dann soll es sich um eine extrem seltene Nebenwirkung handeln“, hieß es vom Institut.

Impfstopps mit Astrazeneca-Vakzinen in anderen europäischen Ländern

Am Donnerstag hatte die dänische Gesundheitsverwaltung mitgeteilt, dass die Impfungen mit Astrazeneca im Land nun für zwei Wochen ausgesetzt würden. Es sei wichtig, zu unterstreichen, dass man den Astrazeneca-Impfstoff nicht ablehne, sondern die Verabreichung pausieren lasse. Es sei gut dokumentiert, dass das Mittel sowohl sicher als auch effektiv sei, betonte das Amt. Man müsse jedoch auf Berichte zu möglichen ernsthaften Nebenwirkungen reagieren.
Italien gab am Donnerstag bekannt, Impfungen mit einer ganz bestimmten Charge des Impfstoffs nach Hinweisen auf schwere Nebenwirkungen zu verbieten. Der Entscheidung gehen zwei Todesfälle voraus: Ein 43-jähriger Marineoffizier sowie ein 50-jähriger Polizist starben laut der Nachrichtenagentur Reuters einen Tag beziehungsweise zwölf Tage nach einer Impfung mit Astrazeneca-Präparat.
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Die italienische Arzneibehörde Aifa hob hervor, dass der Impfstopp vorsichtshalber angeordnet worden sei. Es gebe noch keine Hinweise darauf, dass die „schwerwiegenden Zwischenfälle“ mit einer Corona-Impfung ursächlich in Verbindung stünden.
Zuvor hatte auch Österreich Impfungen mit einer Charge des Astrazeneca-Impfstoffs gestoppt.
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