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Irans Führer beschuldigt USA der Doppelmoral in Sachen Menschenrechte

© REUTERS / Handout .Ajatollah Ali Chamenei
Ajatollah Ali Chamenei - SNA, 1920, 11.03.2021
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Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat den USA Doppelmoral bei Menschenrechtsfragen vorgeworfen. „Einerseits sprechen die Amerikaner andauernd von Menschenrechten, aber gleichzeitig unterstützten sie einen Schuldigen, der seinen politischen Gegner mit einer Säge zerstückelt hat“, sagte der 81-Jährige am Donnerstag im Staatsfernsehen.
Ajatollah Chamenei nahm damit Bezug auf die Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018. Khashoggi war im Oktober 2018 nach einem Besuch im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul verschwunden. Schnell wurde ermittelt, dass er von einem Spezialkommando aus Riad getötet worden war.
Nach Einschätzung der US-Geheimdienste hatte Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman den Einsatz zur Gefangennahme oder Tötung Khashoggis genehmigt. Erst nach massiver internationaler Kritik räumte die saudi-arabische Regierung ein, den Mord beauftragt zu haben.
US-Präsident Joe Biden - SNA, 1920, 06.03.2021
Biden verlängert Iran-Sanktionen
„Das Verbrechen an Jamal Khashoggi ist furchtbar und inakzeptabel“, schrieb der damalige US-Präsident Donald Trump in seinem offiziellen Statement zum Khashoggi-Mord. „Es ist gut möglich, dass der Kronprinz davon wusste. Kann sein, kann aber auch nicht sein. Unser Partner ist das Königreich Saudi Arabien.“
Laut Chamenei ist der Fall Khashoggi nur ein Beispiel, wie die Amerikaner wegen ihrer Interessen sogar offensichtliche Wahrheiten wie diese verdrehen. Als politisches und religiöses Oberhaupt hat er laut iranischer Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen.
Der Iran gerät wegen Menschenrechtsverletzungen immer wieder in den Fokus internationaler Kritik. Die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat deswegen mehrmals Sanktionen gegen den Iran verhängt.
Auch die Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden hat am Dienstag wegen des Vorwurfs der Folter von politischen Gefangenen und Dissidenten Einreisesperren gegen zwei Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden angekündigt. Teheran hat bislang alle Vorwürfe in diesem Zusammenhang als politisch motiviert zurückgewiesen.
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