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Größter Lenkwaffenzerstörer in Asien: China stellt zweites Schiff der „Klasse 055“ in Dienst

CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons / Konzeptbild des chinesischen Lenkwaffenzerstörers der Klasse 055
Konzeptbild des chinesischen Lenkwaffenzerstörers der Klasse 055 - SNA, 1920, 11.03.2021
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Die chinesische Marine hat nach eigenen Angaben ihren zweiten Lenkwaffenzerstörer der Klasse 055 in die Bewaffnung aufgenommen. Das in Tarnkappentechnik ausgeführte Kampfschiff ist das größte seiner Klasse in Asien und das zweitgrößte der Welt.
Der zweite Lenkwaffenzerstörer der Klasse 055 ist unter dem Namen „Lhasa“ (nach der Hauptstadt der Autonomen Region Tibet) und mit der Rumpfnummer 102 an die chinesischen Seestreitkräfte übergeben worden. Die Übergabezeremonie fand im Marinehafen von Qingdao statt, berichten Medien aus China. Wann genau der Zulauf erfolgte, ist allerdings unklar.
Die „Lhasa“ ist somit das zweite diensttaugliche Schiff der Klasse 055 nach der „Nanchang“, die im Januar letzten Jahres in Dienst gestellt wurde. Nach Medienberichten befinden sich sechs weitere Zerstörer dieses Typs in der Fertigung.
Bei maximaler Tonnage von 13.000 Tonnen sind diese Kampfschiffe die größten ihrer Klasse in Asien und die zweitgrößten nach der amerikanischen „USS Zumwalt“, deren Diensteinführung noch bevorsteht. Auch die russische Marine verfügt über zwei Schiffsexemplare mit vergleichbaren Funktionen. Es sind Kampfschiffe der Kirow-Klasse, die aber aufgrund ihrer Wasserverdrängung von 28.000 Tonnen als Kreuzer und nicht als Zerstörer einzustufen sind.
Die chinesische Klasse 055 ist für den Einsatz als Begleitschiff für die chinesischen Flugzeugträger vorgesehen, deren drittes Exemplar dieses Jahr in Dienst gestellt werden soll. Zur Bewaffnung der Zerstörer zählen Luftziel-, Seeziel- und Bodenzielflugkörper, untergebracht in 112 Raketenschächten. Zusätzlich dazu kann der an Bord stationierte Hubschrauber vom Typ Harbin Z-20 selbstständig Einsätze zur Schiffs- und U-Boot-Abwehr durchführen.
Als Hauptsensor nutzt die „Lhasa“ ein Dual-Band-Radar mit der Fähigkeit, Tarnkappenziele zu erkennen. Auch Satelliten im Erdorbit kann das leistungsstarke Ortungssystem aufspüren. Diese Fähigkeit haben die chinesischen Zerstörer mit den amerikanischen Zerstörern gemein, die über Abwehrraketen des Typs SM-3 verfügen. Damit ist der US Navy bereits in 2008 der Abschuss eines Satelliten gelungen.
Neben der Klasse 055 setzt auch die chinesische Klasse 052D ein Dual-Band-Radar zur Aufdeckung von Tarnkappenzielen ein. Das Radar dieser Zerstörer arbeitet im Meterwellenbereich, wodurch aber, verglichen mit Kurzwellenradaren, deutliche Defizite bei der Präzision der Ortung in Kauf genommen werden müssen.
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