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CDU-Politiker feierte Geburtstagsparty mit zahlreichen Gästen – User tadeln ihn und seine Musikwahl

Klaus-Peter Willsch (Archiv) - SNA, 1920, 11.03.2021
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Deutsche Medien haben am Donnerstag von der Geburtstagsparty des CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch berichtet und ein Video veröffentlicht, das eine Zusammenkunft von maskenlosen Feiernden zeigt. Die Bilder brachten Willsch in Erklärungsnot und ernteten viele emotionale Reaktionen auf sozialen Netzwerken.
Auf den Aufnahmen ist der 60-jährige Politiker in der Umgebung vieler Partygäste zu sehen, die in einer Privatwohnung singen, tanzen und sich umarmen. Willsch erklärte am Donnertag auf Facebook, er sei am 28. Februar „im privaten Bereich mit meiner Familie bzw. Hausgemeinschaft“ gewesen.
„Im weiteren Verlauf des Abends stieß unangekündigt eine befreundete Familie zur Runde hinzu, um mir zu gratulieren. Dies ist nach den geltenden Regeln in Hessen nicht verboten.“
Der Bundestagsabgeordnete bedaure, dass er damit seiner „Vorbildfunktion nicht gerecht geworden“ sei.
Dem von Medien publizierten Video zufolge nahmen an der Party mindestens zwölf Personen teil. Auch die dringende Empfehlung, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen unterschiedlicher Hausstände einzuhalten, wurde von Willsch und seinen Gästen nicht beachtet.
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Nach Angaben des Hessischen Rundfunks zeigen die Handy-Aufnahmen unter anderem den ehemaligen Landesvorsitzenden der Werteunion Sebastian Reischmann sowie zwei Mitglieder der Jungen Union und eine Mitarbeiterin von Willsch auf der Party.
„Dass nur Willschs Familie und eine befreundete Familie bei der Geburtstagsparty gewesen sein sollen, kann so nicht stimmen“, schreibt der Sender auf seiner Webseite. „Es feierten also Menschen verschiedenster Haushalte ohne Maske und Abstand zusammen.“

Reaktionen im Netz

Die Berichte sorgten für scharfe Kritik an den Christdemokraten seitens der Politiker anderer Parteien sowie auf sozialen Medien. Die Journalistin Veronique Brüggemann beklagte sich am Donnerstag auf Twitter, dass ihr Stiefvater Hochrisikopatient sei und dass sie ihre Familie gerade zum ersten Mal seit Oktober gesehen habe.
„Und Politiker feiern Partys. Da Verständnis oder Gleichgültigkeit zu verlangen ist einfach zu viel.“
Der Twitterer unter dem Namen Johannes Normann vermutete offenbar eine Medienkampagne gegen Willsch, der „schon lange als entschiedener Gegner vom Merkel-Wahnsinn“ gelte.
Einige nahmen den Bundestagsabgeordneten in Schutz, etwa der Reporter Carsten Zett. Demnach sind Politiker keine Heiligen und „müssen es auch nicht sein“. Der User unter dem Namen Janko verurteilte „diese Lust der Deutschen am Denunzieren“.
Im Hintergrund des Videos ist der Popsong „Lemon Tree“ der deutschen Band Fools Garden aus den Neunzigerjahren zu hören. Die Musikwahl ließ viele User witzeln.
„Das Schlimmste daran ist ja die Musik ...“, meinte Karsten Hufer vom Magazin Hessenschau und fügte den Hashtag #LemonTree hinzu.
„Wenn ihr auf meiner Geburtstagsparty jemals Lemon Tree hören solltet, sorgt dafür, dass es meine letzte war“, twitterte „rakete“.
Am Sonntag finden die Kommunalwahlen in Hessen statt. Wie Medien unter Verweis auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa und der Universität Hohenheim berichten, zeichnet sich ein überraschendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU und der SPD ab. 19 Prozent der Studie-Teilnehmer in den hessischen Städten und Gemeinden stimmten dafür, dass die CDU vor Ort der bessere Problemlöser sei. Für 16 Prozent traf das allerdings auf die SPD zu, hieß es.
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