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Nach Ätna-Ausbruch: Aschepartikel erreichten Deutschland

Ätna-Ausbruch - SNA, 1920, 11.03.2021
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Der Ausbruch des Ätna am 22. Februar ist auch auf der Zugspitze, dem höchsten Berggipfel Deutschlands, messbar gewesen. Nur zwei Tage nach der Eruption des Vulkans auf der süditalienischen Insel Sizilien stellten Forscher der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) bereits Schwefeldioxid und Aschepartikel fest.
Die Meßstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unterhalb des Zugspitzgipfels registrierte in der Atmosphäre in der letzten Februarwoche bis zu 20 ppm (parts per million = Teilchen pro 1 Million Luftteilchen) an Schwefeldioxid – der Normalwert liegt in der Regel unter 1 ppm. Auch die Aschepartikel in der Luft nahmen stark zu. Die Werte korrelierten zeitlich mit den Ausbrüchen des mehr als 1000 Kilometer entfernt liegenden Ätna.
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Die vulkanischen Emissionen am 22. Februar hätten eine für den Ätna ungewöhnliche Höhe von bis zu zwölf Kilometern erreicht und seien in nordwestliche Richtung über das Mittelmeer und die Südküste von Sardinien gezogen, hieß es in DWD. Die Messungen am Schneefernerhaus zeigten allerdings, dass es in den Luftschichten eine Bewegung Richtung Norden gab, die die Vulkanwolke über die Alpen bis nach Deutschland brachte. Diese Bewegung sei auch gut mit Hilfe von Satellitendaten beobachtet worden.
Auch beim Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull 2010 auf Island wurden zeitnah erhöhte Schwefeldioxidwerte und Aschepartikel an der UFS gemessen. Mit Hilfe der damals gewonnenen Information über die Ausbreitung und die Aschemenge konnten unter anderem Warnungen für Flugreisen begründet werden.
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