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Wie man russische Panzer schnell zerstört: „Forbes“ berichtet über geheimes Pentagon-Projekt

© REUTERS / CARLOS BARRIADas Pentagon-Gebäude ist in Arlington, Virginia, USA, am 9. Oktober 2020 zu sehen
Das Pentagon-Gebäude ist in Arlington, Virginia, USA, am 9. Oktober 2020 zu sehen - SNA, 1920, 10.03.2021
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Das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ hat in einem Bericht vom Dienstag die Details eines geheimen Pentagon-Projekts unter dem Titel „Assault Breaker II“ (zu dt. etwa Angriffsstörer) enthüllt, welches angeblich darauf abzielt, jeden möglichen russischen oder chinesischen Angriff zu stoppen.
Es sei ein sehr ehrgeiziges Projekt, von dem es bisher nur sehr wenige Informationen gebe, berichtete „Forbes“. Es sei jedoch nicht der erste derartige US-Plan. In den 70er Jahren habe die Nato den Plan „Assault Breaker“ entwickelt, weil sie befürchtete, dass die Sowjetunion im Kriegsfall einfach die Verteidigung des Bündnisses zerstören würde. Das Konzept habe die schnelle und präzise Vernichtung Tausender sowjetischer Panzer und Kampffahrzeuge vorgesehen, was es ermöglicht hätte, den Angriff zu vereiteln und Zeit für die Mobilisierung von Nato-Einheiten zu gewinnen.
Wie der damalige stellvertretende US-Verteidigungsminister Bob Work im Jahr 2015 sagte, hatte „Assault Breaker“ den Einsatz von Erkennungs- und Zielflugzeugen vorgesehen, welche Ziele auf größeren Flächen zerstören können, aber auch die Verwendung von ballistischen Raketen mit Panzerabwehr-Submunition.
Tatsächlich sei es um zwei parallele Bemühungen gegangen – um eine in der Luft und eine am Boden, hieß es. Zum einen sei es um den Einsatz von Bombern B-52 mit neuen Radargeräten und Raketen gegangen, die mit hochpräzisen Sprengköpfen in Kassetten ausgestattet gewesen seien. Zum anderen sollten Abschussgeräte der US-Bodentruppen eingesetzt werden, die von Aufklärungsflugzeugen zum Ziel geführt wurden. Dieses Projekt sei 1982 präsentiert worden und den Tests hätten die Vertreter der UdSSR beigewohnt.
Laut „Forbes“ wollen die USA derzeit einen ähnlichen Plan haben, der Maßnahmen zur Zerstörung russischer Panzer und chinesischer Schiffe im Kriegsfall beinhalten solle.
In einem Bericht des wissenschaftlichen Rates des Pentagons aus dem Jahr 2017 werde argumentiert, dass „Assault Breaker II“ es ermögliche, die gegnerischen Streitkräfte und Ausrüstung unschädlich zu machen, die für den strategischen Erfolg erforderlich seien. Den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten solle es dabei gelingen, konventionelle Waffen einzusetzen. Zu den Zielen in Bezug auf „Assault Breaker II“ würden Panzer, Flugabwehrsysteme, Schiffe, Hauptquartiere, Lagerhäuser usw. gehören.
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Derzeit seien die US-Truppen mit Elementen des alten Projekts bewaffnet – mit Raketen der Bodentruppen, Zielzuweisungsradargeräten für sich bewegende Ziele und verschiedenen Lenkkontrollsystemen. Es sei möglich, dass diese Komponenten modernisiert und in das neue Projekt aufgenommen würden, so „Forbes“.
Zu den neuen Elementen von „Assault Breaker II“ würden voraussichtlich die Tarnkappen-Aufklärungsdrohnen RQ-180, die neue ABMS-Software (Advanced Combat Management System) und die Langstrecken-Marschflugkörper für die Luftwaffe und die Marine gehören. Außerdem werden die „superintelligenten“ Bomben des neuen Typs Goldene Horde erwähnt, die als Teil eines „Schwarms“ eingesetzt werden können. Die Bodentruppen wiederum würden an der Entwicklung von Raketen und einer Artillerie-Anlage mit einer Reichweite von über 1500 Kilometern arbeiten.
Alle diese Waffensysteme als Teil eines einzigen Komplexes würden in der Lage sein, in kurzer Zeit eine große Anzahl von Panzern und Schiffen zu zerstören, wodurch das Ziel erreicht und ein Angriff vereitelt werden könne.
Zugleich räumt der wissenschaftliche Rat des Pentagons ein, dass das Projekt schwerwiegende Mängel aufweise. Also, obwohl „Assault Breaker II“ die Schläge im Hinterland vorsehe, handle es sich dabei nicht um eine sehr große Tiefe. Außerdem sollte das System nicht „unerschwinglich teuer“ sein.
Selbst wenn sich „Assault Breaker II“ als wirksames Mittel zur Bekämpfung der Armeen Russlands und Chinas herausstellen würde, hätten Moskau und Peking einen einfachen, wenn auch nicht sehr billigen Weg, um damit fertig zu werden, erklärte das Pentagon. Es sei nur notwendig, zusätzliche Kräfte und Mittel in den Kampf zu bringen, um ernsthafteren Schaden zufügen zu können.
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