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Verbindlichere Regeln zum Umgang mit Altgeräten in Deutschland beschlossen

© SNA / Alexander Kondratjuk / Zur BilddatenbankAltgeräte (Archiv)
Altgeräte (Archiv) - SNA, 1920, 10.03.2021
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Das deutsche Bundeskabinett hat am Mittwoch verbindliche Regeln zur Behandlung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten beschlossen. Dies ist einer Mitteilung des Umweltministeriums zu entnehmen.
Die sogenannte Behandlungsverordnung soll demnach die Anforderungen an das Entfernen von Schadstoffen aus älteren Geräten wie Mobiltelefonen oder Computern an den Stand der Technik anpassen.
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Nach Behördenangaben ist die Behandlung von Altgeräten in den etwa 340 Recyclinganlagen in Deutschland derzeit nicht einheitlich. Das soll sich mit der neuen Verordnung ändern, die den Entsorgungsunternehmen künftig deutlicher als bisher vorschreibt, welche schadstoffhaltigen Bauteile zu welchem Zeitpunkt des Behandlungsprozesses zu entfernen sind.
„Dadurch wird der Vollzug gestärkt, und den zuständigen Landesbehörden wird die Kontrolle der Behandlung und des Recyclings von Elektro-Altgeräten erleichtert.“
Elemente wie Batterien, Tonerkartuschen, bestimmte Scheiben von Flachbildschirmen sowie Kältemittel sollen nunmehr vor einer mechanischen Zerkleinerung ausgebaut werden, so das Amt. Spätestens nach der mechanischen Zerkleinerung müssen schadstoffhaltige Kondensatoren, Kunststoffe mit bromierten Flammschutzmitteln, elektrische Kabel oder Flüssigkristallanzeigen aussortiert werden.
Ziel dieser Regelungen ist es zu verhindern, dass die Schadstoffe verschleppt werden und den weiteren Recyclingprozess beeinträchtigen. Darüber hinaus legt die Verordnung erstmals Vorgaben für die Behandlung von ausgedienten Photovoltaikmodulen fest.
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Die nun beschlossene Verordnung, der der Bundesrat noch zustimmen muss, ergänzt die bereits im Dezember 2020 beschlossene Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes. Diese verfolgt vor allem das Ziel, die Sammelmengen deutlich zu steigern, und sieht unter anderem vor, dass Verbraucher künftig alte Handys, Taschenlampen und andere Elektrogeräte auch bei Lebensmitteleinzelhändlern ab einer Größe von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche abgeben können.
Kleine Elektroaltgeräte sollen unabhängig vom Neukauf eines Produkts zurückgenommen werden. Größere Altgeräte sollen beim Kauf eines entsprechenden, neuen Artikels abgegeben werden können, zum Beispiel im Rahmen einer Aktion. Mit der erweiterten Rücknahmepflicht für Elektroaltgeräte will die Bundesregierung die Sammelquote erhöhen und mehr Geräte einem hochwertigen Recycling zuführen.
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