70.000 maßen sich russlandweit in Deutschkenntnissen

© Foto : DKIMTeilnehmerin des Tollen Diktats 2021
Teilnehmerin des Tollen Diktats 2021 - SNA, 1920, 10.03.2021
Ende Februar wurden die Ergebnisse der gesamtrussischen Aktion „Tolles Diktat“, die von den Russlanddeutschen zum neunten Mal veranstaltet und traditionell zeitlich auf den Internationalen Tag der Muttersprache der UNESCO abgestimmt wurde, zusammengefasst.
Jedes Jahr nehme die Anzahl der Veranstaltungsorte der Aktion sowie die Zahl derer zu, die ihre Stärken in der Grammatik der deutschen Sprache messen möchten, so Olga Martens, erste stellvertretende Vorsitzende des Internationalen Verbands der deutschen Kultur. „Und dieses Jahr war keine Ausnahme. Es gibt immer mehr Menschen, die sich für die deutsche Sprache interessieren. Und so sollte es auch sein. Außerdem ist dieses Jahr für uns ein besonderes. Momentan findet das Deutschlandjahr in Russland statt, und wir schreiben das Diktat nur online.“
Sie ist sich sicher, dass die deutsch-russischen Beziehungen nicht zuletzt dank denjenigen gedeihen, „die die deutsch-russische Partnerschaft aufbauen, die deutsche Sprache in Russland pflegen und sie somit popularisieren sowie zum gegenseitigen Verständnis zwischen unseren Völkern beitragen. Traditionsgemäß haben wir Texte russlanddeutscher Autoren mit dem deutsch-russischen Bezug für das Diktat gewählt: das Deutschlandjahr in Russland und der 80. Jahrestag der Deportation der Russlanddeutschen.“
Russische und deutsche Nationalflaggen - SNA, 1920, 06.03.2021
Kein Konflikt zwischen Deutschland und Russland, nur Meinungsverschiedenheiten – BDWO-Vorsitzender
„Die Organisatoren der Aktion waren mit ihrer Idee, das Diktat online durchzuführen, ihrer Zeit voraus“, merkte die bevollmächtigte Ministerin und Ständige Vertreterin des deutschen Botschafters in der Russischen Föderation, Beate Grzeski, an. „Denn bereits seit 2017 konnte das Projekt online verfolgt werden. Mit Ihrer Teilnahme zeigen viele Menschen in Russland ihr Interesse an der deutschen Sprache, und wir freuen uns sehr, dass sie unserer Sprache und damit unserem Land so viel Zeit und Aufmerksamkeit widmen.“
„Tolles Diktat“ ist eines der Gemeinschaftsprojekte der Kultur- und Geschäftszentren „Deutsch-Russische Häuser“ und vereint die Häuser in Moskau, Tomsk, Nowosibirsk, Omsk, Barnaul, Jekaterinburg und Kaliningrad. Auch in diesen Städten wurde das Diktat hauptsächlich geschrieben. Die erste solche Aktion fand 2013 statt und hieß „Totales Diktat“. Sie wurde unter den Lernenden des Gebiets Tomsk durchgeführt und ist mittlerweile international. „Jedes Jahr schließen sich neue Länder, neue Teilnehmer, neue Strukturen und Organisationen an“, freut sich Alexander Geier, Direktor des Deutsch-Russischen Hauses Tomsk. An dem diesjährigen Online-Diktat nahmen Vertreter aus acht Ländern teil: Russland, Weißrussland, der Ukraine, Kasachstan, Usbekistan, Kroatien, Montenegro und Deutschland.
© Foto : IVDK - Internationaler Verband der deutschen Kultur Moderatoren der Aktion Anastasija Klee und Dmitrij Weber
Moderatoren der Aktion Anastasija Klee und Dmitrij Weber - SNA, 1920, 10.03.2021
Moderatoren der Aktion Anastasija Klee und Dmitrij Weber
Das Erlernen von Deutsch habe aber auch einen direkten Nutzen, fuhr sie in ihrer Anspreche fort, sei es im beruflichen Umfeld, in der Ausbildung oder im Privatleben, in dem man neue Menschen kennenlernen könne. „In Deutschland studieren zur Zeit über 14.000 russische Studenten und machen damit 25 Prozent der russischen Auslandsstudierenden aus. Dies zeigt, dass viele Russen doch ein lebhaftes Interesse an der Beschäftigung mit Deutsch haben.“
Das Projekt „Tolles Diktat“ wird durch das Unterstützungsprogramm für Russlanddeutsche in der Russischen Föderation finanziert.
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