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Unilever verzichtet auf Verwendung von Wort „normal“ auf Kosmetikverpackungen

© AFP 2021 / LEX VAN LIESHOUTDas Unilever-LOgo
Das Unilever-LOgo - SNA, 1920, 09.03.2021
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Der Verbrauchsgüterhersteller Unilever verzichtet darauf, in Zukunft das Wort „normal“ auf seinen Kosmetikverpackungen zu verwenden. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die am Dienstag auf der Webseite des Unternehmens veröffentlicht wurde.
Die Entscheidung, das Wort „normal“ zu streichen, sei einer von vielen Schritten, die die Firma unternehme, um „enge Schönheitsideale“ in Frage zu stellen, heißt es in der Mitteilung. Das Unternehmen arbeite daran, Diskriminierung zu beenden und sich für eine „inklusivere Vision von Schönheit“ einzusetzen. Eine weltweite Studie über die Erfahrungen der Menschen mit der Schönheitsindustrie habe ergeben, dass sich die meisten durch die Verwendung des Begriffs „normal“ zur Beschreibung von Haaren oder Haut „ausgegrenzt“ fühlen.
An der von Unilever in Auftrag gegebenen Studie sollen insgesamt 10.000 Menschen in Brasilien, China, Indien, Indonesien, Nigeria, Saudi-Arabien, Südafrika, Großbritannien und den USA teilgenommen haben.
Demnach wünschen sich 74 Prozent der Befragten, dass sich die Schönheits- und Körperpflegebranche mehr darauf konzentriert, dass sich die Menschen besser fühlen, als nur besser auszusehen. Sieben von zehn Befragten hätten der Äußerung zustimmt, dass die Verwendung des Wortes „normal“ auf einer Verpackung und in der Werbung einen negativen Einfluss habe. Bei Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren seien es sogar acht von zehn. 56 Prozent der Befragten seien der Meinung, dass die Schönheits- und Körperpflegeindustrie Menschen dazu bringen könne, sich ausgegrenzt zu fühlen.
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Außerdem werde Unilever in seiner Markenwerbung die Körperform, Größe, Proportionen oder Hautfarbe einer Person nicht digital verändern und die Anzahl der Werbeanzeigen erhöhen, in denen Menschen aus verschiedenen Gruppen dargestellt werden, die unterrepräsentiert seien.
Die Entscheidung sei im Rahmen der neuen Strategie des Unternehmens „Positive Beauty“ getroffen worden, die sich für eine neue Ära der Schönheit einsetzen werde, die „gleichberechtigt und inklusiv sowie umweltfreundlich für den Planeten“ sei.
Inmitten der Proteste der Black-Lives-Matter-Bewegung hatten viele große Kosmetikhersteller beschlossen, ihre Marketingpolitik zu revidieren. So entschied sich Johnson & Johnson dafür, den Verkauf von Hautaufhellungscremes, die in Asien und dem Nahen Osten beliebt sind, einzustellen. L'Oréal und Unilever kündigt an, Begriffe wie „whitening“ (dt.: „weiß machend“) aus seinen Hautpflegeprodukten zu entfernen.
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