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Ringen der Schulen im Pandemiejahr 2020 – Großangelegte Studie

© REUTERS / ANNEGRET HILSESchulunterricht an einer Sekundärschule in Berlin während Corona-Pandemie, Februar 2021
Schulunterricht an einer Sekundärschule in Berlin während Corona-Pandemie, Februar 2021 - SNA, 1920, 09.03.2021
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Eine im Februar erschienene Studie über die Herausforderungen der deutschen Schulen in der Pandemie zeigt: Die meisten Schüler konnten von ihren Lehrern erreicht werden. Bei rund einem Fünftel der Schüler scheiterte der Unterricht an der technischen Ausstattung. Die Schulleitungen sollen auf künftige Lockdowns gut vorbereitet sein.
Im März und November 2020 kam es bundesweit zu Schulschließungen, die Schulen vor große Herausforderungen stellten. Wie die Schulen damit umgegangen sind, wie sie sich in der Zeit entwickelt haben und welcher Entwicklungsbedarf weiter ansteht, wurde in der großangelegten Studie „Kontinuität und Wandel der Schule in Krisenzeiten“ (KwiK) untersucht.
An der Studie sind die Universität Hamburg, das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel (IPN) und die International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) beteiligt. Befragt wurden die etwa 800 Schulleiter im Sommer und im Frühherbst 2020. Die ersten Ergebnisse wurden nun vom Informationsdienst Wissenschaft (IDW) vorgestellt.

Nur 40 Prozent der Schulen konnten alle Schüler erreichen

Die Kommunikation soll demnach überwiegend auch auf Distanz geklappt haben. 40 Prozent der insgesamt knapp 800 befragten Schulleiter gaben an, alle Schüler erreicht zu haben. Knapp die Hälfte schaffte es bei 90 Prozent der Schüler. Nur 3,6 sollen weniger als 80 Prozent erreicht haben.
Die Unterrichtsmaterialen wurden in Grundschulen vor allem auf die Kernfächer konzentriert und in der Regel analog zur Abholung oder als Lieferung bereitgestellt. In der Sekundarstufe I dominierte dagegen der digitale Austausch über Portale oder per Mail.
Ein Manko ist laut der Studienmacher, dass der Unterricht weniger interaktiv ausgefallen ist. „Der Frontalunterricht erlebt ein teilweise notgedrungenes Revival“, behauptet Ingrid Gogolin, Erziehungswissenschaftlerin und Sprecherin der Studie von der Universität Hamburg.
Psychotherapie: Kinder und Jugendliche suchen immer häufiger Hilfe (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.03.2021
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Einkommensschwache Familien benötigen technische Ausstattung

Fast zwei Drittel der Befragten gaben allerdings auch an, dass bis 20 Prozent der Schüler zuhause nicht über die nötige technische Ausstattung verfügen, um am Distanzunterricht teilnehmen zu können. Das gilt insbesondere für Schüler aus einkommensschwachen Familien. „Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien, Familien mit Migrationshintergrund oder mit sonderpädagogischem Förderbedarf scheinen schlechter erreicht worden zu sein. Diese Schülerinnen und Schüler benötigen deutlich mehr Unterstützung, ganz einfach angefangen mit einem digitalen Endgerät“, verdeutlicht Gogolin.

Vorbereitet auf künftige Schließungen

Um die Lockdown-Verluste auszugleichen, haben viele Schulen außerdem zusätzliche Lernangebote geschaffen. In der Grundschule haben sich diese insbesondere an betroffene Kinder gerichtet. Im Fall der Sekundarstufe I sollten die Angebote insbesondere die IT-Kenntnisse der Schüler fördern.
Auf künftige Schließungen sollen die Schulen nun vorbereitet sein. Das gaben 97 Prozent der Befragten an. Für weiteren Fernunterricht sind sie bei der Sekundarstufe I in 94 Prozent und bei der Primarstfe in 84 Prozent der Fälle gewappnet.
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