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Machtkampf in Armenien: Generalstabschef bekommt Rückhalt aus Bergkarabach

© SNA / Ilja Pitalew / Zur BilddatenbankProtest in Jerewan gegen Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan (Archivfoto)
Protest in Jerewan gegen Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan (Archivfoto) - SNA, 1920, 08.03.2021
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Im Konflikt mit Regierungschef Paschinjan bekommt der armenische Generalstabschef Gasparjan Rückenwind aus der nicht anerkannten Republik Bergkarabach. Mehr als 120 Militärs dieser zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittenen Region haben sich in einem Brief gegen eine Entlassung Gasparjans ausgesprochen, wie die Zeitung „Aravot“ berichtet.
„Unter Wahrung der politischen Neutralität und ausgehend von der aktuell instabilen Situation bitten wir, die unterzeichnenden Teilnehmer des zweiten Bergkarabach-Krieges, darum, dass Generaloberst Onik Gasparjan seinen patriotischen Dienst um die Heimat als Generalstabschef der Streitkräfte der Republik Armenien fortsetzt“, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben, das insgesamt 124 Offiziere der Armee von Bergkarabach unterzeichneten.
Das Blatt veröffentlichte auch eine Lichtkopie der Unterzeichnerliste.
Proteste gegen Premierminister Paschinjan in Jerewan (06.03.2021) - SNA, 1920, 06.03.2021
Proteste gegen Premierminister Paschinjan in Jerewan
Seit dem jüngsten Krieg mit Aserbaidschan im Herbst 2020 wackelt der Stuhl des armenischen Regierungschefs, Nikol Paschinjan. Er hatte damals ein Abkommen zur Beendigung der Kämpfe unterschrieben, wodurch Teile der umstrittenen Region Bergkarabach unter Aserbaidschans Kontrolle geraten waren.
Im Februar eskalierte die politische Krise in Armenien, nachdem der stellvertretende Generalstabschef, Tigran Chatschatrjan, nach Kritik an Paschinjan entlassen worden war. Paschinjan hatte erklärt, dass die aus russischer Produktion stammenden Iskander-Raketen, die Armenien im jüngsten Krieg um Bergkarabach eingesetzt habe, „nicht oder nur zu zehn Prozent explodiert“ seien. Der hohe Militär machte sich über diese Aussage laut Medienberichten lustig und wurde noch am selben Tag des Postens enthoben.
Als am nächsten Tag der Generalstab den Rücktritt von Regierungschef Paschinjan forderte, sprach dieser von einem Putschversuch und bat Staatspräsident Armen Sarkissjan um die Entlassung des Generalstabschefs Onik Gasparjan. Doch der Präsident weigerte sich, einen entsprechenden Erlass zu unterzeichnen. Unterdessen haben Paschinjans Gegner vor dem Parlament ein Zeltlager aufgeschlagen. Die Opposition fordert den Rücktritt des Regierungschefs.
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