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Proteste in Barcelona: Radikale bewarfen Polizisten mit Steinen und Farbe

© REUTERS / ALBERT GEAProteste gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona
Proteste gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona  - SNA, 1920, 07.03.2021
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Bei den Protestaktionen gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona ist es zu Ausschreitungen gekommen: Radikale haben nach Angaben der Polizei die Sicherheitskräfte mit Steinen, Flaschen und Farbe beworfen.
Die radikale Bewegung „Komitees zur Verteidigung der Republik“ (CDR), die sich für die katalanische Unabhängigkeit einsetzt, hat Proteste in Barcelona, Tarragona, Sabadell und Girona angekündigt.
Die Veranstaltung in der katalanischen Hauptstadt begann auf dem Platz Plaça de Tetuan. Die Demonstranten forderten die Freilassung von all jenen, die bei den bisherigen Protestaktionen festgenommen worden waren. Die Protestierenden rappten, hielten Reden und hörten sich einen Brief von Hasél aus dem Gefängnis an, der vorgelesen wurde. In seinem Schreiben rief der Rapper zu weiteren Protesten auf. Anschließend zogen die Demonstranten durch die Straßen der Stadt und riefen Slogans.
Kleine Gruppen von Radikalen begannen, verschiedene Gegenstände auf die Polizeibeamten zu werfen, die das Gebiet der Proteste abriegelten.
„In Barcelona werfen Gruppen gewalttätiger Personen Flaschen, Farbe und Steine auf die polizeiliche Absperrung auf der Kreuzung der Straßen Roger de Flor und Gran Via. Wir rufen mit Hilfe von Lautsprechern dazu auf, dieses Verhalten zu stoppen”, hieß es in einer Twitter-MItteilung der kataalanishcen Polizei.
Nach Angaben der Zeitung „El Periódico de Catalunya“ isolierten die Sicherheitskräfte einige Radikale - einige von ihnen hatten andere Demonstranten bestohlen.
Schließlich zerstreute sich die Menge der Demonstrierenden. Laut dem Sender TVE kam es während der Proteste zu keinen weiteren ernsthaften Zwischenfällen.
Der Sanitätsdienst der Gendarmerie berichtete auf Twitter, dass es auch bei den Protesten am Samstag keine Verletzten gegeben habe.

Unruhen in Spanien

Seit 16. Februar dauern in mehreren spanischen Städten Massenproteste gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél an, der zu neun Monaten Haft verurteilt worden war. Dem Musiker wurde vorgeworfen, 64 seiner Twitter-Mitteilungen und eine Komposition auf YouTube würden mutmaßlich Äußerungen enthalten, die den linksradikalen Terrorismus verherrlichten und angeblich das Königshaus sowie staatliche Institutionen verleumdeten.
In vielen Städten arteten die Kundgebungen zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei aus, am gewalttätigsten sind die Proteste in Barcelona.
Pferd (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.03.2021
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Mehr als 150 Radikale wurden inzwischen festgenommen, fast alle von ihnen wurden bereits wieder freigelassen. In Haft bleiben unter anderem acht Anarchisten, die während der Unruhen in der katalanischen Hauptstadt vor einer Woche festgenommen worden waren. Bei den Verhafteten handelt es sich um italienische, französische und spanische Staatsangehörige.
Mehr als einhundert Personen, darunter Dutzende Ordnungshüter, wurden verletzt. Eine junge Frau verlor ein Auge, nachdem sie von einem Gummigeschoss getroffen worden war. An den Protestaktionen nehmen vor allem linksradikal gesinnte junge Leute und Anarchisten teil.
Der spanische Premierminister, Pedro Sanchez, äußerte, es sei notwendig, den Schutz der Meinungsfreiheit im Land zu stärken. Dabei sei jedoch die Anwendung von Gewalt unter keinen Umständen gerechtfertigt.
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