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Russland plant erstmals seit 1984 eigene Venus-Mission

Venus (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.03.2021
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Noch in diesem Jahrzehnt will Russland erstmals seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine Sonde zur Venus schicken. Die Planung der Mission Venera-D ist bereits angelaufen, wie Lew Seljony, wissenschaftlicher Leiter des Moskauer Instituts für Weltraumforschung, SNA mitteilte.
„Die Finanzierung hat begonnen. Sie reicht für zwei Jahre Planung aus“, sagte Seljony. Parallel werde an weiteren Projekten gearbeitet. Es handle sich also nicht nur um eine Mission, sondern um ein komplexes Forschungsprogramm.
Mit Venera-D will Russland erstmals seit 1984 eine eigene Sonde zur Venus schicken. Die Sonde soll aus einem Orbiter und einem Lander bestehen, die die Atmosphäre, die Oberfläche und die innere Struktur der Venus sowie das den Planeten umgebende Plasma untersuchen sollen. Das Projekt wird auf insgesamt knapp 17,4 Milliarden Rubel (200 Millionen Euro) geschätzt. Der Start ist für 2029 geplant.
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Venera-D war seit 2013 zuerst als eine russisch-amerikanische Mission konzipiert worden, bevor die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos 2020 erklärte, das Projekt alleine bewerkstelligen zu wollen.
„Wir haben jetzt nur wenig Klarheit über die politische Situation und die neue Administration in den USA“, erläuterte Seljony. Er hoffe, dass die Vereinigten Staaten und möglicherweise auch andere Länder an Venera-D doch beteiligt würden.
In den nächsten Jahren will zudem Indien eine Raumsonde zur Venus schicken. Das Moskauer Institut für Weltraumforschung baut zusammen mit seinen französischen Partnern an einem Gerät, mit dem die indische Sonde bestückt werden soll. „Wir schieben unsere Venus-Forschungen also nicht auf die lange Bank und haben auch noch vor 2029 welche vor“, so Seljony.
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