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Fahrt in Luxus-Auto: Fidel Castros Enkel entschuldigt sich für Skandal-Video

© AP Photo / David ZalubowskiEin Auto von Mercedes-Benz (Symbolbild)
Ein Auto von Mercedes-Benz (Symbolbild)  - SNA, 1920, 07.03.2021
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Die kubanische Bevölkerung leidet stark unter der Corona-Pandemie. Für umso größere Verärgerung sorgt bei den einfachen Bürgern derzeit ein Video, auf dem der Enkel des legendären kubanischen Revolutionärs Fidel Castro ein Luxusauto fährt – und dabei ein paar lockere Sprüche zum Besten gibt.
Der 30 Sekunden lange Videoclip zeigt Sandro Castro am Steuer eines luxuriösen Mercedes Benz, mit dem er zügig auf einer kubanischen Schnellstraße unterwegs ist. Während seiner Fahrt kommen ihm einige Gedanken, die er den Zuschauern nicht vorenthalten will.
„Wir sind halt einfache Leute, aber hin und wieder müssen wir diese Spielzeuge herausholen, wenn sie schon bei uns zu Hause herumstehen. Versteht ihr? Das scheint ein Sechszylinder zu sein, richtig? Seht ihr, wie großartig er mit 140 Stundenkilometern fährt. Hervorragend“, sagt Sandro Castro in dem Video und löst wenig später bei vielen Kubanern einen Sturm der Entrüstung aus.
Laut dem kolumbianischen Nachrichtenmagazin „Semana“ gab es in den sozialen Netzwerken viele wütende Reaktionen. „Wer hat Sandro Castros neues Spielzeug bezahlt? Was treibt dieser Junge aus einer ‚bescheidenen‘ Familie, um sich solche Dinge zu kaufen?“, schreibt ein Internetnutzer. Ein Anderer hält den Enkel von Fidel Castro für einen Taugenichts. „Ich weiß, dass er sein Studium noch nicht abgeschlossen hat und nebenbei nicht arbeitet. Er ist nur ein Spekulant, der alles aufhebt, was ihm vor die Füße fällt.“
Ein Kommentator verweist auf die Kluft zwischen dem Leben des reichen Enkels und dem harten Alltag der einfachen Leute. „Ich bin wütend. Menschen fahren in Bussen und infizieren sich mit COVID-19, viele können keine Medikamente kaufen und ihr Leben nicht frei gestalten. Wie lange noch bleiben wir die Sklaven, die für ihren Wohlstand aufkommen müssen?“, ärgert sich ein Internetnutzer.

Enkel entschuldigt sich

Das Video ist mit Blick auf die Grundprinzipien des sozialistischen Landes äußerst brisant. Seit mehr als 60 Jahren beruft sich die Führung auf eine klassenlose Gesellschaft und erklärt den Kapitalismus zum Todfeind. Das nun aufgetauchte Video scheint den Menschen in Kuba, die sich angesichts der Pandemie und der damit einhergehenden Wirtschaftskrise durch den Alltag kämpfen müssen, ein völlig falsches Signal zu senden.
Mittlerweile hat auch Sandro Castro etwas begriffen und sich auf Twitter entschuldigt. Die Luxuskarosse gehöre einem Bekannten, der Spruch über das Spielzeug sei ein Witz gewesen, erklärte er. Er sei eigentlich ein ganz einfacher Mensch. Das Video sei zudem ohne Autorisierung an die Öffentlichkeit gelangt und eigentlich nur für einen engen Kreis an Whatsapp-Freunden gedacht gewesen.
Über den angeblichen oder tatsächlichen Reichtum des Castro-Clans ranken sich seit Jahrzehnten viele Mythen. Bekannt ist jedoch, dass den Erben von Fidel Castro mehrere Elite-Lokale in Havanna gehören – wie etwa EFE Bar Cuba und Fantaxy –, in denen die High Society Kubas ein und aus geht.
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