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15 Künstlerkollektive arbeiten digital an der nächsten documenta

© AFP 2021 / UWE ZUCCHIEine Installation des irakisch-kurdischen Künstlers Hiwa K bei der Kunstausstellung Documenta 14 in Kassel (Kassel, 9. Juni 2017)
Eine Installation des irakisch-kurdischen Künstlers Hiwa K bei der Kunstausstellung Documenta 14 in Kassel (Kassel, 9. Juni 2017) - SNA, 1920, 07.03.2021
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Die nächste documenta dürfte so global werden wie keine zuvor: Die Liste der Mit-Kuratoren aus aller Welt wächst immer weiter an. Die Kunstausstellung in Kassel soll vom 18. Juni bis 25. September 2022 stattfinden. An den Vorbereitungen sind 15 Künstlerkollektive aus mehr als einem Dutzend Länder beteiligt.
Geleitet wird die „documenta fifteen” von dem indonesischen Künstler-Kollektiv Ruangrupa. Ihr Arbeitsprinzip nennen sie „lumbung”, das indonesische Wort für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune, in der überschüssige Ernte gelagert wird. Institutionen aus der ganzen Welt sollen sich zusammenschließen, „um gemeinsam lumbung zu praktizieren”, hatte die documenta 2020 angekündigt. Die „lumbung-member” sollen „Ressourcen wie Zeit, Raum, Geld, Wissen, Fürsorge und Kunst teilen und erhalten”.
Die Liste dieser „lumbung-member” ist inzwischen auf 14 Kollektive mit einer nicht genannten Zahl an Köpfen angewachsen. Dabei soll es zunächst bleiben, wie die documenta-Pressestelle mitteilte: „Im Rahmen der documenta fifteen wird dieses Netzwerk nicht weiterwachsen – es soll jedoch über die documenta fifteen hinaus weiterwirken, in dem dieses Netzwerk weiterhin bestehen und aktiv bleibt.”
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Beteiligt sind: Britto Arts Trust (Bangladesch), FAFSWAG (Ozeanien), Fondation Festival sur le Niger (Mali), Gudskul (Indonesien), INLAND (Spanien), Instituto de Artivismo Hannah Arendt (Kuba), Jatiwangi art Factory (Indonesien), Project Art Works (Großbritannien), Question of Funding (Palästina), Más Arte Más Acción (Kolumbien), OFF-Biennale (Ungarn), Trampoline House (Dänemark), Wajukuu Art Project (Kenia) und als einziger deutscher Vertreter das "Zentrum für Kunst und Urbanistik” in Berlin.
Wegen der Corona-Pandemie treffen sich die Mitglieder derzeit nur digital. Der Radius der Zoom-Konferenzen habe sich erheblich erweitert, sagte eine Sprecherin: „Durch die Ernennung fünf weiterer lumbung-member halten wir nun Meetings zwischen Nairobi, Havanna und Kassel ab.” Der Kontakt sei wichtig, „um die einzelnen künstlerischen Herangehensweisen und verwandte lumbung-Praktiken besser kennenzulernen”.
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Dabei gebe es zwar manchmal „erhebliche Herausforderungen”, berichtete die Pressestelle, etwa durch die Zeitunterschiede. Der Zeitplan bis 2022 aber sei nicht gefährdet: „Die Vorbereitungen auf dem Weg zur documenta fifteen verlaufen planmäßig”.
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