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Zoo in San-Diego impft erstmals Menschenaffen gegen Coronavirus

© REUTERS / SAN DIEGO ZOO WILDLIFE ALLIANCEEiner der Affen, der vor Kurzem im Zoo von San Diego geimpft worden ist.
Einer der Affen, der vor Kurzem im Zoo von San Diego geimpft worden ist.  - SNA, 1920, 06.03.2021
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Im Zoo von San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien sind die ersten Menschenaffen gegen Covid-19 geimpft worden. Die Impfung erhielten laut „National Geographic“ vier Orang-Utans und fünf Bonobos; demnächst sollen vier weitere Affen an der Reihe sein. Die Tiere bekamen jeweils nach drei Wochen ihre zweite Dosis.
Das bestätigte der Betreiber des Zoos – die San Diego Zoo Wildlife Alliance – am Freitag (Ortszeit) auf Twitter. „Der Impfstoff wurde speziell für Tiere entwickelt“, hieß es weiter. „Den Tieren geht es gut und wir haben keine unerwünschten Reaktionen auf den Impfstoff festgestellt“, sagte Darla Davis, Sprecherin der Wildlife Alliance, dem Sender CNN.
Zuvor waren im Januar acht Gorillas des Zoos positiv auf das Virus getestet worden – und waren damit die ersten positiv getesteten Menschenaffen weltweit. Die Symptome waren jedoch mild und beschränkten sich auf Husten, Verstopfung und Müdigkeit. Die Affen haben sich seitdem vollständig erholt. Es wurde vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt hatten.

Experimenteller Impfstoff

Nadine Lamberski von der San Diego Zoo Wildlife Alliance sagte gegenüber „National Geographic“, sie habe noch nie in ihrer Laufbahn so früh Zugang zu einem experimentellen Impfstoff gehabt. Obwohl der Impfstoff zuvor nur an Katzen und Hunden getestet worden sei, habe sie sich für das Risiko entschieden, die Menschenaffen damit zu impfen. Insgesamt kümmerten sie und ihr Team sich um 14 Gorillas, acht Bonobos und vier Orang-Utans – allesamt gefährdete Tiere, die viel Zeit in Innenräumen verbrächten, wo die Verbreitung von Krankheiten wahrscheinlicher sei. Während der Impfung wurden die Tiere mit Leckereien abgelenkt.
Corona-Infektionen sind laut „National Geographic“ auch bei Hunden, Katzen, Nerzen, Tigern, Löwen und einigen anderen Tieren auf der ganzen Welt bestätigt worden. Dass Menschenaffen für das Coronavirus empfänglich seien, habe die Wissenschaftler aber besonders beunruhigt, berichtete „National Geographic“. Es gebe nur noch weniger als 5000 Gorillas in freier Wildbahn. Da sie in engen Familiengruppen leben, wurde befürchtet, die Infektion könnte sich schnell ausbreiten und die Populationen gefährden.
Pferd (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.03.2021
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