Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

US-Senator fordert erweiterte Sanktionen gegen Nord Stream 2 und blockiert Kandidatur von CIA-Chef

© SNA / Ilya PitalyewBauarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild)
Bauarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 06.03.2021
Abonnieren
Der republikanische US-Senator Ted Cruz, der den Bundesstaat Texas vertritt, verzögert die Bestätigung der Kandidatur von William Burns als CIA-Direktor und fordert von der Administration Biden als Voraussetzung für seine Zustimmung die Erweiterung der gegen das Pipelineprojekt Nord Stream 2 verhängten Sanktionen.
„Ich werde die Sperre zurücknehmen, wenn die Administration Biden ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommt, die Schiffe und Unternehmen, die Putins Pipeline bauen, zu melden und zu sanktionieren“, schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter.
Ein einzelner Senator kann die Schlussabstimmung zwar hinauszögern, jedoch nicht aufhalten. Der Geheimdienstausschuss des Senats hat Burns' Nominierung einstimmig genehmigt, und es wird erwartet, dass er die Bestätigung leicht gewinnt.
Die US-Regierung hatte zuvor das Rohrverlegungsunternehmen „Fortuna“ und dessen Betreiber, KVT-RUS, wegen der Verlegung der Gaspipeline Nord Stream 2 erneut in die Sanktionsliste aufgenommen. Inzwischen erklärten die „Falken“ im US-Senat, die Regierung habe keine wesentlichen Schritte unternommen, da das Schiff und das Unternehmen schon früher sanktioniert worden seien.
Russischesh Rohrlegeschiff Fortuna (Archiv) - SNA, 1920, 04.03.2021
Nord Stream 2: Zwei Rohrleger bis Ende September in Dänemark im Einsatz
Vonseiten des russischen Außenministeriums hieß es, die Versuche Washingtons, den Bau der Pipeline zu stoppen, seien eine Erscheinungsform des unlauteren Wettbewerbs.
Das Projekt Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei Gasleitungen mit einer Gesamtleistung von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr vor, die von Russland über die Ostsee nach Deutschland verlaufen. Die Gaspipeline ist bereits zu mehr als 90 Prozent fertig.
Washington will den Fertigbau der Pipeline stoppen – angeblich, um eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen zu verhindern. Befürworter der Gasleitung werfen den USA dagegen vor, nur ihr teureres Flüssiggas in Europa verkaufen zu wollen.
Im Dezember 2019 wurden die Bauarbeiten unterbrochen, nachdem US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen die an dem Projekt beteiligten Unternehmen ermöglicht hatte. Daraufhin stiegen Unternehmen wie etwa die Schweizer Firma Allseas und die norwegische DNV GL aus dem Projekt aus.
Ein Verkehrsschild lenkt den Verkehr am 7. September 2020 auf den Eingang der Landstromanlage Nord Stream 2 in Lubmin, Nordostdeutschland - SNA, 1920, 04.03.2021
Energieversorger Uniper: Finanzierung von Nord Stream 2 abgeschlossen – Medienberichte
Nach einem Baustopp setzte die Nord Stream 2 AG im Dezember 2020 trotz US-Sanktionen ihre Verlegearbeiten an der deutsch-russischen Ostsee-Gasleitung fort. Das Rohrverlegungsschiff „Fortuna“ absolvierte einen 2,6 Kilometer langen Abschnitt im deutschen Gewässer.
Nach Angaben der Nord Stream 2 AG sind von der Gesamtlänge der beiden Stränge von 2460 Kilometern noch etwa 148 Kilometer unvollendet: nämlich eine 120 Kilometer lange Strecke in dänischen und eine 28 Kilometer lange Strecke in deutschen Gewässern.
Moskau hatte wiederholt erklärt, dass Nord Stream 2 trotz des Widerstands von außen fertiggestellt werden würde.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower auf Telegram, Twitter oder Facebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA bei Instagram und YouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала