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UN-Sondergesandte spricht von Scharfschützen bei Protesten in Myanmar

© AP Photo / StringerProteste in Myanmar. Yangon, 3. März 2021
Proteste in Myanmar. Yangon, 3. März 2021 - SNA, 1920, 05.03.2021
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Bei Protesten in Myanmar sind nach jüngsten Angaben viele Teilnehmer von Scharfschützen getötet worden. „Wir haben Beweise, dass viele mit scharfer Munition erschossen wurden“, erklärte Christine Schraner Burgener, UN-Sondergesandte für Myanmar, am Freitag.
„Der Einsatz scharfer Munition gegen friedliche Demonstranten ist ein Verstoß gegen das internationale humanitäre Recht. (…) Auf Videos ist zu sehen, wie Armee-Scharfschützen auf unbewaffnete Protestierende zielen.“

Mindesens 50 Tote

Auf Videos sei zudem zu erkennen, wie Militärs und Polizisten in verschiedenen Teilen des Landes wild um sich schießen. Schraner Burgener zufolge hat das Militär insgesamt rund 50 unschuldige friedliche Demonstranten getötet und Dutzende verwundet.
„Wir müssen entschlossen und präzise handeln, um ein Ende der Gewalt zu erwirken und die demokratischen Institute in Myanmar wiederherzustellen. Wir müssen das Handeln der Militärs verurteilen.“
Der Sondergesandten zufolge sind nach dem Stand zum 2. März rund 1000 Personen in Gewahrsam oder vermisst. Immer öfter würden auch Journalisten angegriffen.
Wolfgang Schäuble - SNA, 1920, 03.03.2021
Schäuble fordert Freilassung inhaftierter Parlamentarier in Myanmar

Militärputsch in Myanmar

Die Armee in Myanmar hatte am 1. Februar die Regierung gestürzt und mehrere hohe Repräsentanten verhaftet, darunter Präsident Win Myint und die De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Das Militär bestätigte die Festnahmen und rief den Notstand aus.
Man habe für ein Jahr die Kontrolle übernommen, hieß es im Militärfernsehen. Die Macht sei an den Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Min Aung Hlaing, übergeben worden. Die Armee begründete das Vorgehen mit angeblichem Wahlbetrug.
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