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Nachtnews: Australien kritisiert gestoppte Impfstofflieferung, WHO lehnt Impfpässe ab

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 05.03.2021
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Australien kritisiert gestoppte Impfstofflieferung; WHO lehnt Impfpässe ab; USA erfolgreich bei Impfungen und Neuinfektionen; Hausärzteverband nennt Bund-Länder-Beschlüsse unverständlich; Neuseeland kündigt Lockerung der Corona-Maßnahmen in Auckland an; Weniger Patentanmeldungen wegen Corona
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

Australien kritisiert gestoppte Impfstofflieferung

Australien hat den Lieferstopp von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union scharf kritisiert. Man sei natürlich enttäuscht und frustriert über diese Entscheidung, aber das sei auch der Grund, warum man sich doppelt abgesichert haben, sagte Finanzminister Simon Birmingham dem Sender Sky News heute. Er habe bis zu 150 Millionen Dosen Impfstoff in Auftrag gegeben, davon 50 Millionen Dosen, die in Australien produziert werden sollen, sagte er. Die Welt befinde sich derzeit in einem ziemlich unerforschten Gebiet, da sei es wenig überraschend, dass einige Länder das Regelbuch zerreißen würden. Italien hatte die Lieferung von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca an Australien verhindert und damit erstmals die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union in einen Drittstaat gestoppt. Australien bittet nun die Europäische Kommission um Hilfe.

WHO lehnt Impfpässe ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Er könne verstehen, dass Regierungen mit der politischen Realität konfrontiert seien, sagt Europas WHO-Regionaldirektor Hans Kluge gegenüber der „Welt“. Trotzdem gebe es ernste Bedenken. Laut Kluge ist die für den Sommer angekündigte Einführung vermutlich unvermeidlich, aber keine Empfehlung der WHO. Es sei unsicher, wie lang eine Immunität anhalte. Auch könne ein Impfstoff nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern, so der WHO-Regionaldirektor. Seiner Ansicht nach ist die Corona-Pandemie in rund zehn Monaten zu Ende. Das würde nicht bedeuten, dass das Virus dann weg sei, aber es bräuchte eventuell keine störenden Interventionen mehr, erklärt Kluge gegenüber der Zeitung.

USA erfolgreich bei Impfungen und Neuinfektionen

Erstmals seit dem letzten Oktober haben die USA weniger als 40.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Johns-Hopkins-Universität registrierte damit den tiefsten Stand seit fünf Monaten und einen starken Rückgang seit dem bisherigen Höchstwert von fast 300.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden am 8. Januar. Auch die Todesfälle und Krankenhauseinweisungen sind in dem weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Land weiter rückläufig. Bei dem Vorhaben, in den ersten einhundert Tagen der Amtszeit Joe Bidens einhundert Millionen Menschen impfen zu lassen, liegen die Behörden derzeit vor ihrem Zeitplan. Unterdessen haben die Bundesstaaten Texas und Mississippi alle Lockdown-Maßnahmen aufgehoben, auch die Maskenpflicht.

Hausärzteverband nennt Bund-Länder-Beschlüsse unverständlich

Der Deutsche Hausärzteverband hat die Bund-Länder-Beschlüsse zu möglichen Öffnungsschritten nach monatelangem Corona-Lockdown als schwer nachvollziehbar kritisiert. Der vorgelegte Stufenplan sei „teilweise unverständlich und wenig durchdacht“, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der „Rheinischen Post“. Nach langer Perspektivlosigkeit erwarteten die Bürger konkret umsetzbare Strategien und praktikable Maßnahmen, um aus der Pandemie herauszukommen. Mit Blick auf die Schnelltests bemängelte Weigeldt, es sei viel zu spät und zu wenig bestellt worden.

Neuseeland kündigt Lockerung der Corona-Maßnahmen in Auckland an

Neuseeland will nach einem rund einwöchigen Lockdown die Corona-Beschränkungen in der größten Stadt Auckland von Sonntag an wieder lockern. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern heute an. Dann dürften unter anderem Schulen und Geschäfte regulär öffnen. Zudem seinen Versammlungen von bis zu 100 Menschen unter Einhaltung von Abstandsregeln erlaubt. Nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion wurde in Auckland am vergangenen Sonntag ein Lockdown verhängt. Im Rest des Landes wurden die Corona-Maßnahmen bis auf eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr aufgehoben.
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Weniger Patentanmeldungen wegen Corona

Die Corona-Pandemie hemmt den Erfindergeist in den Unternehmen. Das Deutsche Patent- und Markenamt meldete heute einen deutlichen Rückgang der Patentanmeldungen von fast acht Prozent im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden demnach 62.105 Erfindungen zum Patent angemeldet, 5327 weniger als 2019. Ähnliche Rückgänge gab es nach Angaben der Münchner Bundesbehörde in anderen Patentämtern großer Industriestaaten wie Japan und den USA.
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