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FSME durch Zecken: RKI stuft fünf deutsche Regionen als neue Risikogebiete ein

© AP Photo / Fredrik SandbergPark (Symbolbild)
Park (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.03.2021
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Fünf weitere Regionen in Deutschland sind als Risikogebiete für die meist von Zecken übertragene Hirnhautentzündung FSME eingestuft worden. Dies ist dem aktuellen Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin zu entnehmen.
Ein Risiko für eine Frühsommer-Meningoenzephalitis-Infektion besteht in Deutschland vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen, schreibt das Institut am Donnerstag. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Niedersachsen.
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Insgesamt sind nun 169 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert. Neu hinzugekommen sind jeweils ein Kreis in Bayern (Dillingen a. d. Donau), Hessen (Fulda), Sachsen (Mittelsachsen) und Thüringen (Weimarer Land) sowie erstmals auch ein Gebiet in Sachsen-Anhalt (Dessau-Roßlau). In den Bundesländern Bremen und Hamburg hingegen sind bisher keine FSME-Erkrankungen festgestellt worden.
FSME beginnt mit Beschwerden wie Kopfschmerzen und Fieber. Bei einem kleinen Teil der Infizierten kann es nach einer Zeit ohne Symptome zu einer zweiten Phase mit Hirnhaut-, Gehirn- oder Rückenmarksentzündung kommen. Die Krankheit kann tödlich verlaufen: 2020 hatte es einen solchen Fall gegebn.
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Im Jahr 2020 wurde laut dem RKI mit 704 die bislang höchste Anzahl von FSME-Erkrankungen seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet. Dies entspricht einer Zunahme von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr (445 FSME-Erkrankungen). Im bislang fallstärksten Jahr 2018 lag die Zahl bei 583. Üblicherweise tritt die höchste Fallzahl im Juni auf.
Der überwiegende Teil der FSME-Erkrankungen wird durch Zeckenbisse übertragen, wobei 2020 etwa ein Drittel der Erkrankten den Biss vermutlich nicht bemerkte. Typische Lebensräume für Zecken sind unter anderem lichte Wälder und Waldränder sowie Flächen mit hohem Gras oder Büschen. Auch Gärten und städtische Parks bieten gute Bedingungen.
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Ein Kreis wird als Risikogebiet definiert, wenn in einem Fünfjahreszeitraum in dem Kreis oder in der Kreisregion, bestehend aus dem Kreis und allen angrenzenden Kreisen, mehr als ein Fall pro 100.000 Einwohner aufgetreten ist. In diesen Regionen wird Menschen, die zum Beispiel in der Freizeit oder beruflich mit Zecken in Berührung kommen könnten, eine FSME-Impfung empfohlen. Bei Zeckenbefall sollte die Zecke immer umgehend entfernt und die Wunde möglichst desinfiziert werden, schreibt das Institut.
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