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Studien: Corona-Wirtschaftskrise hat keine Auswirkungen auf Klimawandel

© REUTERS / FABRIZIO BENSCHVeranstaltung der Greenpeace-Aktivisten vor dem deutschen Bundestag am 4. Februar 2021
Veranstaltung der Greenpeace-Aktivisten vor dem deutschen Bundestag am 4. Februar 2021 - SNA, 1920, 05.03.2021
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Die Corona-Krise hat zwar zu einem deutlichen Rückgang des weltweiten CO2-Ausstoßes geführt, dies wird aber keine langfristigen Auswirkungen auf den Klimawandel haben. Zu dem Schluss kommt eine Gruppe kanadischer Forscher.
Die bisherigen weltweiten Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden einer Studie zufolge wohl keine langfristigen Auswirkungen auf den Klimawandel haben. Zwar hätten die Beschränkungen zeitweise zu einer deutlichen Reduktion von Treibhausgas-Emissionen geführt, schreiben die Wissenschaftler um John Fyfe vom Canadian Centre for Climate Modelling and Analysis in Victoria im Fachjournal „Science Advances“. Mit verschiedenen Modellen errechneten die Forscher aber, dass die langfristigen Auswirkungen dieser Reduktion auf den Klimawandel wohl „gering“, wenn nicht sogar „nicht nachweisbar“ ausfallen werden.

„Wahrscheinlich nicht nachweisbarer Effekt auf das Klima“

„Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass sogar größere Absenkungen von Emissionen nur einen kleinen und wahrscheinlich nicht nachweisbaren Effekt auf das Klima haben, wenn sie nur für eine kurze Zeit bestehen“, schreiben die Wissenschaftler. „Die globale Erwärmung zu reduzieren und letztendlich die globalen Durchschnittstemperaturen zu stabilisieren, würde voraussetzen, dass kontinuierlich Jahr für Jahr die Netto-Emissionen auf null gesenkt werden.“
Deswegen komme es nun darauf an, was für Maßnahmen die Länder der Welt zur Ankurbelung der Wirtschaft als Reaktion auf die Corona-Krise ergriffen. Diese könnten entweder negative oder positive langfristige Auswirkungen auf die Emissionen haben und so den Verlauf des Klimawandels entscheidend beeinflussen.
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Rückgang der CO2-Emissionen um sieben Prozent

Wissenschaftler um Corinne Le Quéré von der University of East Anglia im britischen Norwich bezifferten die Abnahme der weltweiten Kohlenstoffdioxid-Emissionen aufgrund der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie 2020 im Vergleich zu 2019 auf sieben Prozent. Das schreiben sie in einer separaten Studie im Fachjournal „Nature Climate Change“. Die Kohlenstoffdioxid-Emissionen seien in dem Zeitraum um 2,6 Gigatonnen auf 34 Gigatonnen gesunken, das sei die bislang größte beobachtete Reduktion.
Zudem analysierten die Forscher die Entwicklung der Emissionen in verschiedenen Ländern seit der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens 2015 und verglichen sie mit der Entwicklung in den rund fünf Jahren davor. Im Pariser Klimaabkommen verpflichten sich fast alle Staaten der Welt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, besser 1,5 Grad zu begrenzen.

Reduktionen von ein bis zwei Gigatonnen pro Jahr

Bei den untersuchten Ländern mit hohen Durchschnittseinkommen der Bewohner seien die Emissionen demnach seit der Verabschiedung des Abkommens bis 2019 durchschnittlich um 0,8 Prozent pro Jahr gesunken, 2020 wegen der Corona-Einschränkungen noch einmal um neun Prozent. In den Ländern mit hohen bis mittleren Durchschnittseinkommen sanken die Emissionen allerdings 2020 nur um fünf Prozent. In den Ländern mit niedrigen Durchschnittseinkommen stiegen die Emissionen zwischen 2015 und 2019 um 4,5 Prozent und sanken 2020 um neun Prozent.
Um die Ziele des Pariser Klima-Abkommens zu erreichen, müssten die globalen Reduktionen bei mindestens ein bis zwei Gigatonnen pro Jahr bis zum Ende des Jahrzehnts und darüber hinaus liegen, schreiben die Forscher. Auch sie betonen, wie ihre Kollegen vom Canadian Centre for Climate Modelling and Analysis, dass die vorübergehende Reduktion der Emissionen durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie wohl keine langfristigen Auswirkungen haben werde.
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