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Wohnort hat deutlichen Einfluss auf Krebs-Überlebenschance – Studie

© CC0 / Bokskapet / PixabayKrankenhaus (Symbolbild)
Krankenhaus (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.03.2021
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Krebspatienten, die in besseren Wohnlagen leben, haben eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, als Bewohner sozial schwächerer Viertel, berichtet die DPA unter Verweis auf eine Studie aus Hamburg.
Forscher vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Hamburgischen Krebsregister haben erstmals einen Zusammenhang zwischen Wohnumfeld und der Wahrscheinlichkeit einer Genesung bei einer Krebserkrankung am Beispiel der Hansestadt hergestellt. Dabei fanden sie teils erhebliche Unterschiede zwischen den Bewohnern verschiedener Gegenden.
In den Stadtteilen mit dem höchsten Status überlebten 93,8 Prozent der an Prostatakrebs erkrankten Patienten die nächsten fünf Jahre. In den schwächsten Stadtteilen waren es fast 15 Prozentpunkte weniger. Bei Darmkrebs überlebten 72,9 Prozent in guter Wohnlage, in Vierteln mit dem niedrigsten Status – 62,1 Prozent. Nicht so gravierend waren die Unterschiede bei Brustkrebs (8 Prozentpunkte) und Lungenkrebs (2,5 Prozentpunkte).
„So spielen Unterschiede bei der Erreichbarkeit medizinischer Versorgung innerhalb einer Stadt eine geringere Rolle, als in Regionen, die sowohl städtische, als auch ländliche Gebiete einschließen“, sagte Lina Jansen vom DKFZ.
Die teilweise erheblichen Differenzen lassen sich laut DKFZ damit erklären, dass Menschen in ärmeren Wohnlagen seltener zu Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen gehen. Werde Krebs erst in späteren Stadien erkannt, sei die Prognose schlechter.
OP (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.02.2021
Jeder fünfte Erdbewohner von Krebs betroffen: Forscher benennen verbreitetste Form
Für diese Studie werteten Wissenschaftler Daten von 73.106 Patienten aus, die im Hamburgischen Krebsregister erfasst und zwischen 2004 und 2018 an Darm-, Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs erkrankt waren. Die Bewertung der Stadtteile basierte auf dem Hamburger Sozialindex, der unter anderem Arbeitslosenquote, Anzahl der Sozialwohnungen, Wohnungsgröße und Haushaltseinkommen abbildet.
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