Michelin-Männchen am 3D-Drucker: Reifenproduzent will Lebensdauer deutlich erhöhen

CC0 / Toby Parsons / Pixabay / Michelin-Reifen
Michelin-Reifen - SNA, 1920, 04.03.2021
Michelin setzt auf 3D-Druck und will auf diese Weise Reifen herstellen, die deutlich langlebiger sein werden als vergleichbare Reifen mit anderen Verfahren. Durch die verbesserte Bremsleistung lässt sich ein verfrühter Reifentausch vermeiden und mit ihm viele negative Folgen für die Umwelt.
Der Reifenhersteller Michelin setzt bei seiner Produktion auf 3D-Druck. Durch die Technologie entstehen besonders feine Strukturen im Reifenprofil, die diese langlebiger machen. Damit sollen die Reifen laut Michelin wirklich bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern abgefahren werden können, da die Bremsleistung mit der neuen Technologie auch dort noch erhalten bleibt. Viele Autofahrer tauschen ihre Sommerreifen laut Michelin schon bei einer Profiltiefe von etwa drei Millimetern aus, weil die Bremseigenschaften deutlich vor der gesetzlichen Mindestvorgabe nachlassen.
Solche frühen Wechsel sind mit höheren Kosten für Reifen verbunden. Würden die Reifen immer erst bei 1,6 Millimetern getauscht werden, könnten in Europa laut dem Reifenproduzenten 6,9 Milliarden Euro jährlich eingespart werden. Außerdem führt das Unternehmen die negative Umweltbilanz des verfrühten Austauschs ins Feld: 128 Millionen zusätzliche Reifen jährlich sollen dadurch in Europa verbraucht und dafür an die 5800 Fußballfelder an Wald zusätzlich gerodet werden. In zusätzlichem CO2 ausgedrückt lautet die Bilanz: 6,6 Millionen Tonnen Treibhausgas jährlich.
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