Beachtliche 50.000 Euro: Fataler Fehler von Praktikant verursacht Schaden in Gefängnis – Medien

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Gefängnis, Symbolbild - SNA, 1920, 04.03.2021
Eine einzige WhatsApp-Nachricht, die ein Praktikant aus der JVA Heidering in Brandenburg geschickt hat, hat laut einem Medienbericht das Gefängnis die stolze Summe von 50.000 Euro gekostet. Demnach ist ein strenggehütetes Geheimnis jeder Justizanstalt preisgegeben worden, welches keinesfalls an die Außenwelt gelangen durfte.
Wohl um vor seinen Freunden zu prahlen, schickte der junge Mann ein Foto von sich selbst aus dem Inneren des Gefängnisses, berichtete die „Bild“-Zeitung. In der Hand habe er dabei den wichtigsten Schlüssel von allen gehalten – den, der alle Zellen- und Durchgangstüren absperrt. Damit habe der Praktikant einen fatalen Fehler begangen, denn Fachmänner können alleine von einem Foto womöglich den Schlüssel nachbauen, hieß es. Wenn eine solche Kopie dann auch noch in die Hände der Gefangenen gelänge, würde akute Fluchtgefahr bestehen.
Die Justizverwaltung habe am vergangenen Donnerstag von diesem gefährlichen Fehltritt des Praktikanten erfahren und sofort gehandelt: „Sämtliche Hafträume und Durchgangstüren wurden deshalb umgestellt“, so Sprecher Sebastian Brux. Alle zu dem auf dem Foto baugleichen Schlüssel seien vernichtet und im Eiltempo ausgetauscht worden.
Justizvollzugsanstalt in Untermaßfeld (Archivbild) - SNA, 1920, 16.12.2020
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Zwanzig JVA-Bedienstete sollen die ganze Nacht hindurch mit dem sogenannten Überschließen beschäftigt gewesen sein. Sie mussten alle Türen im Gefängnis mit dem alten Schlüssel aufsperren und mit dem neuen Modell wieder verschließen.
Das unvorsichtige Verhalten hatte auch direkt Konsequenzen für den Praktikanten: „Dem Praktikanten wurde mit sofortiger Wirkung ein Hausverbot ausgesprochen und das Praktikum beendet“, erklärte Brux weiter.
Möglicherweise werde es für ihn noch dicker kommen. Die Gefängnisleitung überlege, ihm den entstandenen Schaden in Rechnung zu stellen. Offizielle Angaben zur Höhe gebe es nicht, Experten rechnen laut „Bild“ aber mit rund 50.000 Euro.
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