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Weniger Jobs, mehr Kredite, höhere Mieten – Studierende in der Pandemie

© AFP 2021 / INA FASSBENDERSprachprüfung an der Technischen Universität Dortmund während der Corona-Pandemie (Archivbild)
Sprachprüfung an der Technischen Universität Dortmund während der Corona-Pandemie (Archivbild) - SNA, 1920, 03.03.2021
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Unter Corona-Bedingungen hat sich für die Studierenden hierzulande nicht nur der Lernalltag verändert. Für viele hat die Pandemie auch die finanzielle und die Lebenssituation insgesamt erheblich verschlechtert.
In einer neuen Studie hat Studitemps, Deutschlands größte digitale Plattform rund um Jobs für Studierende und Absolventen, zusammen mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University Daten von insgesamt 28.000 Studierenden von September und Oktober 2019 mit jenen von August und September 2020 verglichen.
Die Ergebnisse der Studie zeichnen ein deprimierendes Bild für Deutschlands Akademiker-Nachwuchs.
Weniger Nebenjobs: Im Sommersemester 2020 ist die studentische Erwerbstätigkeit um rund 16 Prozent gegenüber dem Sommersemester 2019 gesunken.
Miete steigt selbst in Corona-Zeiten drastisch an: 2019 zahlten Studierende in Deutschland durchschnittlich 12,55 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche. Bis zum Sommersemester 2020 erhöhte sich dieser Wert um etwa acht Prozent auf 13,54 Euro.
Jeder vierte Student lebt bei den Eltern: 2019 waren es lediglich 21,4 Prozent, also ein Anstieg von mehr als 100.000 Studierenden, die bei den Eltern wohnen.
Wer hatte noch einen Nebenjob: Studierende aus Akademiker-Haushalten hatten zu einem höheren Anteil auch im Sommersemester 2020 noch einen Nebenjob – und erhalten im Schnitt mehr Stundenlohn als Studierende aus Nicht-Akademiker-Haushalten.
Höhere Verschuldung – weniger Studierende werden von den Eltern unterstützt: Wenn Hochschüler ein Darlehen oder einen Kredit laufen hatten, bezogen sie 2020 monatlich 12,8 Prozent mehr als noch 2019 (492 Euro auf 555 Euro). Aus Ersparnissen zogen Studierende monatlich 13,16 Prozent mehr (471 Euro auf 533 Euro). Insgesamt bekamen weniger Studierende finanzielle Unterstützung aus dem Elternhaus (60,2 Prozent zu 66,7 Prozent). Diejenigen, die aber noch Geld von Zuhause bekamen, erhielten sechs Prozent mehr (433 Euro auf 460 Euro).
Erfreulich: Die Wahrscheinlichkeit eines Studienabbruchs ist nur marginal gestiegen – von 16,3 Prozent auf 16,6 Prozent – und die Zufriedenheit mit dem Studium ist sogar von 76,1 Prozent auf 76,7 Prozent gestiegen.
Symbol des Bundesnachrichtendienstes - SNA, 1920, 02.03.2021
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„Insgesamt zeichnet sich für Studierende in Deutschland ein sehr ernüchterndes Bild“, so Studitemps-CEO Eckhard Köhn in einer aktuellen Pressemitteilung. Vielen sei der Nebenjob weggebrochen, einige Eltern könnten ihre Kinder nicht mehr finanziell unterstützen, und zu allem Überfluss sei auch noch der Quadratmeterpreis der Kaltmiete gestiegen – wahrscheinlich ein Grund dafür, dass fast jeder Vierte mittlerweile bei den Eltern wohne.
„Ein paar Lichtblicke gibt es allerdings trotzdem: Der Gender-Pay-Gap hat sich deutlich verkleinert. Der durchschnittliche Stundenlohn stieg um 1,8 Prozent leicht an. Was wir bei Studitemps selbst beobachten können: Die Studierenden zeigen trotz der schwierigen Situation ein enormes Durchhaltevermögen und Arbeitseinsatz. Studitemps war 2020 Arbeitgeber für monatlich rund 7500 Studierende – was nur möglich war, da die Hochschüler so flexibel waren und neue Jobs, die sich ergeben haben, beispielsweise in der Logistik oder im medizinischen Bereich, dankend annahmen.”
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