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Österreicher bewerten „Sputnik V“ positiver als AstraZeneca – Studie

© SNA / Ilja PitalewCorona-Impfstoff "Sputnik V"
Corona-Impfstoff Sputnik V - SNA, 1920, 03.03.2021
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Das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) hat knapp 250.000 öffentliche Meinungsäußerungen im deutschsprachigen Raum ausgewertet und die Haltung gegenüber unterschiedlichen Corona-Impfstoffen analysiert. Die Ergebnisse erschienen am Mittwoch auf der offiziellen IMWF-Seite.
Die Studie basierte demnach auf Beiträgen, die aus öffentlich zugänglichen Quellen im Internet stammen: klassische Medien, Blogs und soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Die gesamte Kommunikation im deutschsprachigen Raum wurde mit KI-basierter Textanalyse hinsichtlich der Relevanz der Vakzine und der Dynamik des Diskurses untersucht, unter anderem zu relevanten Themen und der Tonalität, also der Bewertung von Aussagen als positiv, neutral oder negativ.
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Der erste in der EU verfügbare Impfstoff von BioNTech/Pfizer war mit Abstand der am meisten genannte. Darauf folgte AstraZeneca. Das Präparat des britisch-schwedischen Herstellers wurde in Österreich und der Schweiz deutlich häufiger genannt als in Deutschland. s wurde in Österreich und der Schweiz deutlich häufiger genannt als in Deutschland.
Dies gilt laut der Studie auch für den russischen Impfstoff „Sputnik V“, der in Österreich rund 40 Prozent öfter erwähnt wird als in Deutschland. Die Aufmerksamkeit für den Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson ist durch die möglicherweise bevorstehende Zulassung zuletzt stark gestiegen. Der chinesische Sinopharm hatte die wenigsten Nennungen.

AstraZeneca abgeschlagen

Die Debatte rund um die Impfstoffe wird von deren Wirksamkeit, Lieferungen und Lieferproblemen dominiert, schreibt das Institut. Am positivsten bewertet wird die J&J-Vakzine, die auf der Tonalitätsskala von -1 bis +1 einen Wert 0,18 hat. Für das AstraZeneca-Serum, von dem Österreich die größte Menge im Vergleich zu allen anderen Impfstoffen bekommt, hält sich die Begeisterung allerdings in Grenzen.
Während BioNTech/Pfizer mit einem Wert von 0,14 und die US-Vakzine Moderna mit 0,13 sich im positiven Bereich befinden, kommt AstraZeneca mit 0,04 deutlich schlechter weg, konnte aber zumindest Sinopharm (0,03) überholen.
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Auch „Sputnik V“ liegt mit einem Tonalitätswert von 0,11 gut, wobei die positive Einschätzung vor allem aus den sozialen Medien kommt: Dort wird es 50 Prozent häufiger erwähnt als in journalistischen Medien. Der Geschäftsleiter des IMWF Austria, Axel Maireder, interpretiert dies als Zeichen, „dass die Skepsis gegenüber dem russischen Impfstoff in der Bevölkerung geringer ist, als es die Nachrichtenlage in den journalistischen Medien vermuten lässt“.
Maireder betonte aber, dass es bei nicht zugelassenen Impfstoffen, wie dem Präparat von Johnson & Johnson oder „Sputnik V“, noch kaum eine Debatte zu Nebenwirkungen und anderen „potenziell negativen Themen“ gebe. Daher dominierten „tendenziell positive Aussagen zur Wirksamkeit aus den pharmakologischen Studien“.
Insgesamt zieht Studienleiter Maireder eine positive Bilanz, da sich die Tonalität zu den Impfstoffen in den letzten beiden Wochen durchwegs positiv entwickelt hat.
„Dies stimmt vorsichtig optimistisch, weil selbstredend der Impfungsgrad der Bevölkerung nicht nur mit der Menge des Impfstoffes, sondern auch mit der Stimmung zu den Impfstoffen zusammenhängt.“
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Der positive Trend, der bei allen Impfstoffen zu verzeichnen sei, soll sich IMWF-zufolge wohl auch auf den Impfwillen auswirken.
„Sputnik V“ war im August 2020 in Russland als weltweit erster Coronavirus-Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung zugelassen worden. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Vakzine bislang nicht genehmigt.
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