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Österreichische Firma des Betrugs bei FFP2-Masken verdächtigt – Ermittlungen eingeleitet

© CC0 / PixabayMund- und Nasenschutzmaske der Sicherheitsklasse FFP2 (Symbolbild)
Mund- und Nasenschutzmaske der Sicherheitsklasse FFP2 (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.03.2021
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Wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit sowie des schweren gewerbsmäßigen Betruges ermittelt die Wiener Staatsanwaltschaft gegen ein österreichisches Unternehmen im Zusammenhang mit dem Verkauf von FFP2-Schutzmasken. Dies ist einer Mitteilung der Behörde zu entnehmen.
Mit richterlicher Bewilligung wurden demzufolge Hausdurchsuchungen an zwei Unternehmensstandorten durchgeführt.
„Hintergrund sind Ermittlungsergebnisse, wonach im Ausland produzierte FFP2-Masken an einem Unternehmensstandort in Österreich umgepackt und als in Österreich produzierte Masken zu einem höheren Preis verkauft worden sein sollen“, schrieb die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft am Dienstag.
Für das Umpacken der FFP2-Masken sollen Personen „ohne die erforderliche Anmeldung zur Sozialversicherung tätig gewesen“ sein, hieß es. Die Schadenshöhe sei noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
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Wie die Nachrichtenagentur APA unter Verweis auf einen Unternehmenssprecher meldet, sei der MNS-Hersteller Hygiene Austria das Ziel der Razzia gewesen. Durchsuchungen seien in Wien bei Palmers sowie in Wiener Neudorf erfolgt.
Die Firma, die eine Tochter von Palmers und Lenzing sei, soll in China produzierte Masken zu österreichischen Masken umetikettiert haben, so die Agentur. Hygiene Austria distanziert sich von den Anschuldigungen.
„Die Hygiene Austria LP weist die heute erhobenen, haltlosen Vorwürfe auf das Schärfste zurück”, zitiert die APA die Unternehmensführung. „Wir kooperieren eng mit den Behörden und werden alles zur Aufklärung beitragen.”

Opposition schließt „Skandal der Extraklasse“ nicht aus

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen das Unternehmen hagelte es Kritik seitens der Oppositionsparteien, unter anderem auch am österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz.
Aus der Sicht des FPÖ-Bundesparteiobmanns Norbert Hofer ist zu hinterfragen, wie viele Masken von der Republik Österreich zu welchen Konditionen bei Hygiene Austria eingekauft worden seien und ob die Qualität der Masken kontrolliert worden sei – und wenn ja, von wem und wie, und wo die bei Hygiene Austria bezogenen Masken zum Einsatz gekommen seien und in welcher Stückzahl.
„Wenn dieser Vorwurf stimmt, dann ist das der nächste Skandal, für den die Bundesregierung – und allen voran Kanzler Kurz – die volle Verantwortung trägt”, zitiert die APA den Politiker.
Der Kanzler höchstpersönlich habe Hygiene Austria zum Firmenstart gratuliert. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass dort nicht Masken produziert, sondern lediglich China-Masken umetikettiert wurden, dann wäre das ein „Skandal der Extraklasse“.
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Der stellvertretende SPÖ-Klubvorsitzende Jörg Leichtfried kündigte auf Twitter eine Anfrage an Sebastian Kurz zu dem Thema an. „Während in Österreich Hunderttausende Menschen keinen Job haben, machten andere das Geschäft ihres Lebens“, meinte Leichtfried.
Douglas Hoyos von der Partei NEOS gab auf Twitter bekannt, seine Partei schreibe gerade an einer Anfrage – auch an den Bundeskanzler. Gerade aufgrund der Nähe des Unternehmens des Kanzlers „stellen sich einige Fragen“, meinte der Politiker.
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