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Drei Stockwerke hohe Eiszapfen: Geisterstadt im Norden Sibiriens

© SNA / Kirill SchipizynEiszapfen (Symbolbild)
Eiszapfen (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.03.2021
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Minus 40 Grad sind an diesem Ort im Winter nichts Ungewöhnliches. Minus 50 wird es auch schon mal. Dann scheint die Stadt Zementosawodsk im Norden Sibiriens von der Schneekönigin in Beschlag genommen worden zu sein: Keine Menschenseele, nur haushohe Schneewehen und Eiszapfen.
Von den ehemals 5000 Einwohnern dieses Städtchens in der Nähe von Workuta sind heute keine 500 mehr geblieben. Schnee und Eis haben an diesem verlassenen Ort das Zepter übernommen.
Schon der Name des Städtchens – Zementosawodsk – hing an der Zementfabrik, die hier vier Jahrzehnte lang den wertvollen Baustoff produzierte. Ursprünglich auf 4000 Menschen ausgelegt, wuchs Zementosawodsk Ende der Siebzigerjahre auf 5200 Einwohner an. Es entstanden Straßen, Schulen und Geschäfte – sogar eine eigene Sporthalle gab es.
Bis die Zementfabrik Anfang der 2000er Jahre zahlungsunfähig wurde und damit einen rasanten Bevölkerungsschwund auslöste. Heute sind gerade einmal 80 Familien in dem Städtchen zuhause: eine Militärgarnison hält einige Häuser in Zementosawodsk irgendwie noch am Leben.
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