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Wegen Aufruf zu Fleischverzicht: Großschlachter um Tönnies kritisieren Bill Gates' CO2-Fußabdruck

Bill Gates - SNA, 1920, 03.03.2021
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Um die Klimakatastrophe zu verhindern, fordert Bill Gates in seinem neuen Buch reiche Länder zu Fleischverzicht auf. Als Reaktion darauf hat eine Initiative der deutschen Fleischwirtschaft Gates einen empörten Brief geschrieben.
Das neue Buch von Bill Gates heißt: „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“. Darin liefert der Microsoft-Gründer Ideen, um die Treibhausgas-Emissionen möglichst schnell auf null zu senken. Unter anderem sollen Menschen kein natürliches Fleisch mehr essen, sondern nur noch im Labor hergestelltes. Da künstliches Fleisch teurer ist, sollen zunächst einmal die reichen Länder darauf umsteigen.

Gates investiert in Kunstfleisch

Gates argumentiert in dem Buch, Rinder seien für einen Großteil des klimaschädlichen Methans verantwortlich, das in die Atmosphäre freigesetzt werde.
Mit dieser Forderung brachte der Philanthrop allerdings die deutsche Fleischindustrie gegen sich auf. Mehrere industrielle Großschlachter um Clemens Tönnies machten ihrem Ärger in einem offenen Brief Luft:
„Bei Ihrem Vorstoß dürfen Sie nicht verschweigen, dass Sie Millionen von Dollar in die Gründung des Kunstfleischproduzenten ‚Beyond Meat‘ investiert haben. Das untergräbt Ihre Glaubwürdigkeit“, zitiert „Spiegel Online“ aus dem Schreiben. „Beyond Meat“ stellt fleischlose Burger-Patties her.

Zahlreiche Privatflüge

Die Fleischverarbeiter argumentierten weiter, dass die Luftfahrt deutlich mehr Treibhausgas erzeugen würde. Auch Gates‘ Privatflüge seien umweltschädlicher. „Ihr persönlicher CO₂-Ausstoß war … aufgrund Ihrer zahlreichen Privatflüge 10.000-mal so hoch wie der einer durchschnittlichen Person“, heißt es in dem Brief.Die Fleischverarbeiter argumentierten weiter, dass die Luftfahrt deutlich mehr Treibhausgas erzeuge. Auch Gates‘ Privatflüge seien umweltschädlicher. „Ihr persönlicher CO₂-Ausstoß war (…) aufgrund Ihrer zahlreichen Privatflüge 10.000 Mal so hoch wie der einer durchschnittlichen Person“, heißt es in dem Brief.
Die Fleischverarbeiter argumentierten weiter, dass die Luftfahrt deutlich mehr Treibhausgas erzeugen würde. Auch Gates‘ Privatflüge seien umweltschädlicher. „Ihr persönlicher CO₂-Ausstoß war … aufgrund Ihrer zahlreichen Privatflüge 10.000-mal so hoch wie der einer durchschnittlichen Person“, heißt es in dem Brief.
Tatsächlich ist die Landwirtschaft nicht der klimaschädlichste Sektor in Deutschland. Energiewirtschaft, Industrie und Verkehr verursachen deutlich mehr Emissionen. Das bedeutet aber nicht, dass der Einfluss der Fleischindustrie gering ist – im Gegenteil. 2019 hatte der Ökologe Joseph Poore von der britischen Universität Oxford für den „Spiegel“ errechnet, dass vegan lebende Deutsche ihre Bilanz bei ansonsten gleichbleibendem Lebensstil jährlich um zwei Tonnen Treibhausgase verringern.
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