Nachtnews: SPD-Chef wirft Kanzlerin Versagen in der Corona-Krise vor, Diskussionen über Lockerungen

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 02.03.2021
Diskussionen über Lockerungen; SPD-Chef wirft Kanzlerin Versagen in der Corona-Krise vor; Modekonzern s.Oliver erwägt Klage gegen Lockdown; Großteil der Deutschen würde Öffnung für Nachwuchsfußball begrüßen; Rentner in U-Haft bestreitet Taten weiter; Volvo will ab 2030 nur noch reine E-Autos bauen
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

Diskussionen über Lockerungen

Vor dem morgigen Bund-Länder-Treffen wird kontrovers über mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen diskutiert. Einige Länderchefs wollen Öffnungsperspektiven für Geschäfte und Kultureinrichtungen, andere sind eher zurückhaltender. Uneinheitlich sind auch die Beurteilungen innerhalb der Bundesregierung. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Training in Sportvereinen in Kleingruppen sowie eine Perspektive für das Shoppen in Kleidungsgeschäften und für Museumsbesuche müsse es geben. Die Politik müsse schauen, ob die Bevölkerung noch die nötige Disziplin für den Lockdown aufbringe. Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet sprach sich für kontrollierte Öffnungsschritte aus. Gesundheitsminister Spahn äußerte sich zurückhaltend und meinte, Lockerungen könnten nur Schritt für Schritt erfolgen.

SPD-Chef wirft Kanzlerin Versagen in der Corona-Krise vor

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans wirft CDU-Kanzlerin Angela Merkel und den Unionsministern im Bundeskabinett Versagen in der Corona-Krise vor. Man habe eine Regierungschefin, die in der Koordinierung in dieser Krise einiges vermissen lasse, kritisiert Walter-Borjans laut einem Vorabbericht der „Augsburger Allgemeinen“ von heute. Gerade jetzt würden besonders geforderte Verantwortungsträger auf der Seite des Koalitionspartners ihrer Aufgabe nicht gerecht. Walter-Borjans kündigte einen harten Wahlkampf an.

Modekonzern s.Oliver erwägt Klage gegen Lockdown

Der deutsche Bekleidungskonzern s.Oliver will bei einer Verlängerung des Lockdowns vor dem Bundesverfassungsgericht klagen. „Man kann uns Händler nicht nach Belieben an- und ausschalten. Das bringt uns in finanzielle Probleme“, sagt Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs der Augsburger Allgemeinen laut einem Vorabbericht. Der Manager wirft Bund und Ländern eine Ungleichbehandlung im Handel vor. Der Lebensmitteleinzelhandel und die Drogeriemärkte sind geöffnet und erfreuen sich allerbester Besucherfrequenzen.

Großteil der Deutschen würde Öffnung für Nachwuchsfußball begrüßen

Ein Großteil der Deutschen würde es einer Umfrage zufolge begrüßen, wenn Kinder und Jugendliche bald wieder in den Vereinen Fußball spielen dürften. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur beantworteten 47 Prozent die Frage, ob die Bundesregierung und die Länder das bei ihren Beratungen beschließen sollten, mit Ja. Rund ein Drittel (35 Prozent) war dagegen, 18 Prozent hatten keine Meinung.

Rentner in U-Haft bestreitet Taten weiter

Zwei Wochen nach den Anschlägen mit explosiven Postsendungen an süddeutsche Lebensmittelfirmen ist das Motiv weiterhin unklar. Der beschuldigte Rentner bestreite die Tat weiter, teilte die Staatsanwaltschaft Heidelberg mit. Es gebe derzeit keine auf Tatsachen gegründete Annahmen, was das Tatmotiv anbelangt. Nach Überzeugung der Ermittler hat der 66-Jährige die Sprengstoffpakete an einer Ulmer Postannahmestelle abgegeben. Der Mann hat seinen Wohnsitz im Raum Ulm und sitzt in U-Haft.

Volvo will ab 2030 nur noch reine E-Autos bauen

Mit dem Autobauer Volvo kündigt der nächste Autohersteller den kompletten Abschied vom Verbrennungsmotor an. Ab 2030 wollen die zum chinesischen Geely-Konzern gehörenden Schweden nur noch reine Elektroautos bauen und verkaufen, wie das Unternehmen heute in Göteborg mitteilte. Es gebe keine langfristige Zukunft mehr für Autos mit Verbrennungsmotor, sagte Volvos Technikvorstand Henrik Green. Volvo hatte bereits vor längerer Zeit angekündigt, zur Mitte des Jahrzehnts den Anteil reiner Elektromodelle auf rund die Hälfte steigern zu wollen, der Rest sollten dann Hybridantriebe sein. Diese werden den Planungen zufolge aber 2030 dann auch nicht mehr Bestandteil des Angebots sein.
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