New York: Wissenschaftler besorgt wegen Corona-Mutation

© SNA / Yuki IvamuraImpfung in New York
Impfung in New York - SNA, 1920, 02.03.2021
Eine Variante des Sars-Coronavirus-2 breitet sich seit Dezember rasant in New York aus und erfüllt Wissenschaftler mit Sorge. Sie ähnelt der südafrikanischen und brasilianischen Mutation, aber sie ist noch nicht ausreichend bekannt. Wissenschaftler und Behörden warnen vor Panik.
Seit einigen Tagen ist in Medien von einer New Yorker Variante des Corona-Virus die Rede, die sich seit Dezember rasch in der Millionenstadt ausbreitet. Entdeckt hatten Forscher das Virus bereits im November 2020. Da die Virus-Variante B.1.256 den Varianten aus Südafrika und Brasilien ähnelt, wird sie von Wissenschaftlern näher untersucht, auch mit Blick auf die Frage, ob die eingesetzten Impfungen bei ihr wirken.
Das hat den Bürgermeister New Yorks, Bill de Blasio, veranlasst, sich einzuschalten. Er hat Verständnis für die Sorge in der Bevölkerung ausgedrückt, zugleich aber auch betont, es sei derzeit nicht bekannt, dass die Impfseren gegen die Variante nicht wirken, berichtet unter anderem die Tagesschau.
Bisher ist laut der Epidemiologin Wafaa El-Sadr von der Columbia Universität nur bekannt, dass sich die Mutante überwiegend in New York ausbreitet. Besorgniserregend seien in erster Linie Mutationen im Spike-Protein, der Struktur, mit der das Coronavirus an menschliche Zellen andockt. Solche Veränderungen können das Virus infektiöser machen, indem es effektiver in Zellen eindringen kann.
Astrazeneca-Impfstoff - SNA, 1920, 01.03.2021
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Das Virus soll bereits einen Anteil an nachgewiesenen Infektionen von knapp 13 Prozent aufweisen. In wenigen Wochen soll mehr zum Virus bekannt werden. Derzeit ist weder bekannt, ob es die Wirksamkeit von Vakzinen senkt, noch ob es sich schneller verbreitet oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt.
Vor der New Yorker Variante kam auch die Rede von einer Mutation aus Kalifornien auf. Grundsätzlich gilt: Wie jedes Virus, mutiert auch das Sars-Cov-2. Forscher registrieren dabei ständig neue Varianten. Nur wenige davon werden zu „variants of concern“ ernannt, also besorgniserregenden Varianten. Das bedeutet an sich aber noch nichts, sondern am Ende entscheidet, zu welchen Resultaten die Forscher bei näherer Betrachtung der jeweiligen Mutation kommen.
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