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„Folge dem Glitch-Karnickel!“ – BND wirbt um Hacker

© AFP 2021 / JOHN MACDOUGALLSymbol des Bundesnachrichtendienstes
Symbol des Bundesnachrichtendienstes - SNA, 1920, 02.03.2021
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Am Freitag waren im nächtlichen Berlin an verschiedenen Orten Projektionen von überdimensionalen, flimmernden Kaninchen zu sehen. Was wie eine Kunstinstallation daherkommt, ist in Wirklichkeit Recruiting: Der Bundesnachrichtendienst wendet sich mit der ungewöhnlichen Kampagne an junge Hacker, um sie auf die „richtige Seite“ zu ziehen.
Der Bundesnachrichtendienst sucht händeringend nach IT-Fachkräften. Der Cyberraum berge Gefahren, die der BND erkennen und abwehren müsse, sagte BND-Präsident Bruno Kahl gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Um für die Bundesregierung Informationen aus Bereichen wie internationaler Terrorismus, Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, Menschenhandel, Organisierte Kriminalität und Wirtschaftsspionage zu besorgen, brauche der BND fähige Hacker.
Zu diesem Zwecke hat der BND unter dem Hashtag #followtheglitchkarnickel eine hippe Kampagne gestartet. Das mit elektronischen Beats unterlegte, betont hippe Werbevideo dazu zeigt Projektionen von einem überdimensionalen, flimmernden Kaninchen, wie sie am Freitag an verschiedenen Orten in Berlin an die Wände von Gebäuden und U-Bahn-Stationen geworfen wurden.
„Um die Aufmerksamkeit dieser am Arbeitsmarkt stark umkämpften Zielgruppe zu erlangen, hat der BND bewusst einen unkonventionellen Weg eingeschlagen. Kurzfristiges Ziel der Kampagne ist die Besetzung offener Stellen. Langfristig soll der BND auch als möglicher Arbeitgeber bei der Zielgruppe insgesamt bekannter gemacht werden“, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung des BND.
Bewusst habe man bei Wortwahl und Cyber-Ästhetik Elemente gewählt, die die Hacker-Szene ansprechen sollten. „Wir müssen die Sprache derer sprechen, die sich für uns interessieren sollen“, erklärte Kahl.
BND-Zentrale in Berlin - SNA, 1920, 17.12.2020
Gesetzesentwurf der Bundesregierung: BND soll legal hacken dürfen und mehr Geld bekommen
Wer dem Kaninchen folge, lande auf der Kampagnenwebseite, wo er neben dem Video von den Projektionen und aktuellen Stellenausschreibungen unter anderem auch einen Erfahrungsbericht eines BND-Hackers finde und seine Fähigkeiten bei einer Hacking-Challenge unter Beweis stellen könne.
Ein Grund, warum IT-Spezialisten lieber in der freien Wirtschaft, als beim Bundesnachrichtendienst arbeiten, könnte die attraktivere Bezahlung sein. Doch davon lässt sich BND-Präsident Kahl nicht entmutigen. Es gebe immer junge Leute, denen Geld nicht alles bedeute, und „viele wollen auf der richtigen Seite arbeiten“. Beim BND könne man all das legal tun, was woanders vielleicht verboten sei, fügt er hinzu.
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