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Italien schickt Inspektoren zur Prüfung von „Sputnik V“-Produktion

© SNA / Alexey Danichev Coronavirus Impstoff "Sputnik V"
 Coronavirus Impstoff Sputnik V - SNA, 1920, 01.03.2021
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Italien wird laut dem Chefarzt des italienischen Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani (INMI) Francesco Vaia zwei Inspektoren nach Russland schicken, um die Hersteller des Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ zu überprüfen.
Zuvor hatte die Verwaltung des Forschungsinstituts INMI, das sich mit der Prävention, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten beschäftigt, ein Gutachten an das italienische Gesundheitsministerium geschickt, das die Wirksamkeit und Sicherheit des russischen Vakzins positiv bewertet.

‚Sputnik‘ funktioniert. Wir haben eine unabhängige Bewertung vorgenommen, als Forschungsinstitut, nicht als isolierte Gruppe“, sagte Vaia in einem Interview mit der Zeitung „Corriere della Sera“ in diesem Zusammenhang.

„Das Dokument wurde verbreitet, ohne den Wunsch, sich in politische Fragen einzumischen“, fügte er hinzu.
In ihrer Stellungnahme betonten die italienischen Forscher die mehr als 90-pozentige Wirksamkeit des russischen Impfstoffs gegen symptomatische Erkrankungen sowie eine hundertprozentige Effektivität bei schweren Fällen und nahmen an, dass „Sputnik V“ eine wichtige Rolle in Impfprogrammen gegen Sars-CoV-2 spielen könnte.

Wir haben gerade die beiden italienischen Inspektoren geimpft, die nach Moskau reisen werden, um die Qualitätsstandards in den Unternehmen zu überprüfen, die ‚Sputnik‘ herstellen“, sagte Vaia.

Auch der Direktor des Instituts für pharmakologische Forschung Mario Negri (Istituto di Ricerche Farmacologiche Mario Negri), Professor Giuseppe Remuzzi, ist der Ansicht, dass der russische Impfstoff nach Italien kommen sollte.
In einem Interview mit der „Corriere della Sera“ äußerte er, bei der Inspektion von Produktionsstätten, die den Impfstoff „Sputnik V“ herstellen, solle berücksichtigt werden, dass „die Inspektoren nicht erwarten können, dass ein in Russland oder China hergestelltes Vakzin auf CE-gekennzeichneten Anlagen hergestellt wird“.
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Die CE-Kennzeichnung soll erklären, dass ein Produkt den in der EU geltenden Anforderungen entspricht.

Sputnik V

Mit „Sputnik V“ hatte das russische Gesundheitsministerium im August den weltweit ersten Impfstoff gegen Covid-19 registriert. Das Serum wurde vom Gamaleja-Forschungsinstitut für Epidemiologie und Mikrobiologie des russischen Gesundheitsministeriums mit Unterstützung des Russischen Direktinvestitionsfonds entwickelt.
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Die medizinische Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichte Anfang Februar die Zwischenanalyse der Ergebnisse der klinischen Phase-III-Studien des Impfstoffs „Sputnik V“, die ihm eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent und Sicherheit bescheinigen.
Laut dem Chef des Gamaleja-Forschungsszentrums, Alexander Ginzburg, bietet der russische Impfstoff einen hundertprozentigen Schutz gegen schwere und mittelschwere Corona-Fälle.
Die reduzierten Lieferungen von in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffen haben Verzögerungen bei der Umsetzung der Pläne der italienischen Behörden für eine Massenimpfung gegen Covid-19 nach sich gezogen. Vor diesem Hintergrund zeigen führende Politiker mehrerer italienischer Regionen und prominente Vertreter der wissenschaftlichen und medizinischen Gemeinschaft des Landes ein zunehmendes Interesse an dem russischen Impfstoff und fordern dazu auf, den Kauf und Einsatz des russischen Vakzins innerhalb der Europäischen Union zu genehmigen.
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