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Französischer Ex-Präsident Sarkozy geht in Berufung

© AFP 2021 / ANNE-CHRISTINE POUJOULATFrankreichs Ex-Staatspräsident Nicolas Sarkozy nach dem Richterspruch - drei Jahre Haft wegen Korruption. Paris, 1. März 2021
Frankreichs Ex-Staatspräsident Nicolas Sarkozy nach dem Richterspruch - drei Jahre Haft wegen Korruption. Paris, 1. März 2021 - SNA, 1920, 01.03.2021
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Frankreichs Ex-Staatspräsident Nicolas Sarkozy will gegen seine Verurteilung wegen Bestechung und unerlaubter Einflussnahme in Berufung gehen. Das kündigte seine Anwältin Jacqueline Laffont am Montag in Paris nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur an.
Das Urteil sei „extrem hart" und „ungerechtfertigt“, sagte Laffont. Der 66-jährige Sarkozy war zuvor von einem Gericht in Paris zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden, davon zwei Jahre zur Bewährung.
Sarkozy muss nach der Entscheidung des Gerichts nicht ins Gefängnis: Er kann die Strafe zu Hause unter elektronischer Überwachung verbüßen. Das Urteil gilt in Frankreich dennoch als beispiellos: Bisher wurde in der 1958 gegründeten „Fünften Republik“ kein früherer Staatschef so hart bestraft.
Frankreichs früherer Präsident Nicolas Sarkozy  - SNA, 1920, 01.03.2021
Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy zu Haftstrafe verurteilt
Der Altpräsident hatte der Anklageschrift zufolge 2014 versucht, über seinen langjährigen Anwalt Thierry Herzog von dem Juristen Gilbert Azibert Ermittlungsgeheimnisse in einer anderen Affäre erhalten. Im Kern habe dieses Verhalten die Unabhängigkeit der Justiz gefährdet, argumentierte die Anklage. Das Gericht sprach nun von einer „besonderen Schwere“ der Taten, da sie von einem früheren Staatschef begangen worden seien, wie es in einer Mitteilung hieß. Herzog und Azibert wurden ebenfalls verurteilt.
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