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USA führen keine Verhandlungen mit Deutschland über „Nord Stream 2“ – Medien

© AP Photo / Bernd Wuestneck/dpa via APRohrverlegung beim Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 (Archivbild)
Rohrverlegung beim Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 28.02.2021
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Vertreter des US-Außenministeriums haben bei einem Pressegespräch bestritten, über ein zusätzliches informelles Abkommen mit Deutschland verhandelt zu haben, das es ermöglichen würde, das Projekt „Nord Stream 2“ abzuschließen. Das berichtete das Portal „Axios“ unter Verweis auf gut unterrichtete Quellen.
Das Pressegespräch, an dem Vertreter des US-Außenministeriums und des Kongresses teilnahmen, fand laut dem Portal Anfang der Woche in den USA statt.
Wie die stellvertretende Beraterin des US-Außenministers für Europa und Eurasien, Molly Montgomery, beim Briefing erklärte, führten die Vereinigten Staaten keine Gespräche über einen zusätzlichen Deal mit Deutschland.
Am 26. Februar hatte die Agentur Reuters mitgeteilt, dass es einen Meinungsaustausch zwischen der US-Regierung und Deutschland in Bezug auf das Projekt „Nord Stream 2“ gebe.
Vertreter des US-Außenministeriums verwiesen laut dem Portal darauf, dass das Wort „Austausch“ nicht so interpretiert werden sollte, dass sie Verhandlungen führten.
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 19.02.2021
USA setzen deutsche Unternehmen vorerst nicht auf Sanktionsliste gegen Nord Stream 2 – Bloomberg
Die Administration von US-Präsident Joe Biden habe Deutschland ihre Besorgtheit im Zusammenhang mit dem Bau der Gaspipeline im Rahmen der diplomatischen Gespräche zum Ausdruck gebracht, schreibt das Portal.
Nach Informationen des Portals war die Diskussion über „Nord Stream 2“ angespannt. Die Seiten hätten hin und wieder gestritten. Ein Senator von der Republikanischen Partei habe bei den Vertretern der Biden-Administration danach gefragt, warum bisher noch keine Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG - das Unternehmen, das „North Stream 2“ besitzt - verhängt worden seien.
Darauf antworteten die Mitarbeiter des US-Außenministeriums, dass es viel Zeit brauche, um zu bestimmen, gegen wen oder was Sanktionen zu verhängen sind.

Nord Stream 2

Das Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland.
Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro.
Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 nahe Wismar - SNA, 1920, 26.02.2021
Deutschland will Verständigung mit USA über Nord Stream 2
Gegen das Projekt machen die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, sowie die Ukraine und eine Reihe von europäischen Ländern Front. Im Dezember 2019 hatten die USA Sanktionen gegen die Partnerunternehmen des Projekts verhängt. Daraufhin stellten mehrere Firmen, darunter das schweizerische Unternehmen Allseas, die Arbeit ein.
Im Dezember 2020 hatte die Nord Stream 2 AG mit dem Rohrverlegungsschiff „Fortuna“ den Abschnitt in Deutschland fertiggestellt. Derzeit läuft die Verlegung in den Gewässern von Dänemark. Die Arbeiten sollen bis Ende April größtenteils abgeschlossen werden.
Russland hat wiederholt erklärt, dass dieses Projekt kommerziell und für Europa von Vorteil sei. Berlin befürwortet den Fertigbau der Pipeline und lehnt einseitige extraterritoriale Sanktionen der USA ab.
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