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Eine einzige Impfdosis reicht aus: Drittes Corona-Vakzin in USA zugelassen

© JUSTIN TALLISImpfstoff von US-Konzern Johnson & Johnson
Impfstoff von US-Konzern Johnson & Johnson - SNA, 1920, 28.02.2021
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Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson erteilt. Somit kann in den Vereinigten Staaten künftig ein drittes Vakzin gegen das neuartige Coronavirus eingesetzt werden.
Die Notfallzulassung der U.S. Food and Drug Administration, für die vergleichsweise niedrige Hürden gelten, wurde am Samstag (Ortszeit) für Erwachsene ab 18 Jahren erteilt. Bei einer Entscheidung muss sichergestellt sein, dass ein Medikament oder Impfstoff nachweisbar mehr hilft als schadet. Eine reguläre Zulassung ist ein langwierigerer Prozess.
Das zugelassene Vakzin entfalte seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis und müsse – anders als die übrigen genutzten Impfstoffe – nicht zweimal gespritzt werden. Auch die von Pfizer/Biontech sowie von Moderna entwickelten und bereits in den USA zugelassenen Präparate setzen die Verabreichung von zwei Dosen voraus. Daten zur Dauer des Impfschutzes lägen noch nicht vor, erklärte die FDA. Auch gebe es keine ausreichenden Erkenntnisse dazu, ob Geimpfte das Virus SARS-CoV-2 übertragen.

Biden: „Licht am Ende des Tunnels"

US-Präsident Joe Biden begrüßte den Schritt, sprach von „begeisternden Nachrichten für alle Amerikaner und einer ermutigenden Entwicklung in unserem Bemühen, die Krise zu beenden“. Der US-Staatschef warnte die Bevölkerung aber davor, sich zu früh zu freuen. „Die Dinge werden wahrscheinlich noch schlimmer werden, wenn sich neue Varianten ausbreiten“, sagte er und forderte die Menschen auf, die Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin einzuhalten.

Es gibt Licht am Ende des Tunnels, aber wir können jetzt nicht unsere Wachsamkeit aufgeben oder annehmen, dass der Sieg unvermeidlich ist”, äußerte er.

Joe Biden
US-Präsident

85-prozentige Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen

Anfang Februar hatte Johnson & Johnson die Notfallzulassung für den von seiner Pharmasparte entwickelten Corona-Impfstoff bei der FDA beantragt. Mitte Februar folgte der Antrag bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA. Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben.
Ende Januar hatte Johnson & Johnson ein Zwischenergebnis seiner Phase-III-Studie mit rund 44.000 Probanden bekanntgegeben, wonach der Impfstoff vier Wochen nach Verabreichung einen 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19-Krankheitsverläufen biete. Die Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen wurde mit 85 Prozent angegeben. Die Prozentzahlen bedeuten, dass es in der geimpften Probandengruppe entsprechend weniger Fälle gab als in der Placebo-Probandengruppe.
Der russische Impfstoff Sputnik V (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.02.2021
Sputnik V: EU-Zulassungsverfahren könnte Monate dauern
In den USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, haben sich bislang über 28 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 510.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Mehr als 70 Millionen Impfstoff-Dosen sind bereits gespritzt worden.
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