Krawalle in Barcelona: Mindestens zehn Festnahmen – Fotos

© SNA / Nora OlivéProteste für soziale Reformen und gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona
Proteste für soziale Reformen und gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona - SNA, 1920, 28.02.2021
Bei Ausschreitungen nach einer Kundgebung zur Unterstützung des inhaftierten Rappers Pablo Hasél in Barcelona sind nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden mindestens zehn Menschen festgenommen worden.
Eine Kundgebung für soziale Reformen und gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél zog eine weitere Randale im Stadtzentrum von Barcelona nach sich: Radikale errichteten Barrikaden, zündeten sie an, demolierten Bankfilialen und Geldautomaten, setzten diese in Brand. Auch brachten Radikale den Eingang eines Hotels auf der berühmten Promenade La Rambla zum Brennen, plünderten Geschäfte und bewarfen die Polizei mit Farbe sowie bengalischem Feuer. Ein Polizeifahrzeug vor dem Gebäude der Stadtpolizei, der Guàrdia Urbana Barcelona, brannte aus.

Wir haben zehn Personen festgenommen, die mit den Gewalttaten in Barcelona in Zusammenhang stehen. Mindestens ein Festgenommener soll in die Inbrandsetzung eines Lieferwagens der Stadtpolizei von Barcelona verwickelt sein“, teilte die katalanische Polizei, Mossos d'Esquadra, auf Twitter mit.

Laut den katalanischen Strafverfolgungsbehörden kam es auch in Sabadell, Girona, Tarragona und Lleida zu Protesten. In Sabadell in der Provinz Barcelona bauten die Demonstranten Barrikaden aus Mülltonnen.
Vier Menschen wurden nach Angaben des Rettungsdienstes der Generalitat de Catalunya bei den Unruhen in Barcelona verletzt. In Lleida gebe es einen Verletzten.
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Proteste für soziale Reformen und gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona
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Proteste für soziale Reformen und gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona: Brennende Mülltonne - SNA
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Zerbrochener Eingang einer Bankfiliale in Barcelona  - SNA
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Proteste für soziale Reformen und gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona
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Proteste für soziale Reformen und gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona - SNA
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Proteste in Spanien

Am 16. Februar hatten Massenproteste in spanischen Städten begonnen – unmittelbar nach der Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél, der wegen der Verherrlichung von linksradikalen Terrorismus zu neun Monaten Haft verurteilt worden war. Dem Musiker wurde vorgeworfen, 64 seiner Twitter-Mitteilungen und eine Komposition auf YouTube würden mutmaßlich Äußerungen enthalten, die den Terrorismus verherrlichten und angeblich das Königshaus sowie staatliche Institutionen verleumden.
Protest gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasel, 27. Februar 2021 - SNA, 1920, 27.02.2021
Barcelona: Erneut Proteste gegen Inhaftierung von Rapper Pablo Hasél
Die Sicherheitskräfte haben inzwischen mehr als hundert Menschen festgenommen. Der Großteil davon wurde bereits freigelassen. Mehr als einhundert Personen, darunter Dutzende Ordnungshüter, wurden verletzt. Eine junge Frau verlor ein Auge, nachdem sie von einem Gummigeschoss getroffen worden war.
An den Protesten beteiligen sich linksradikal gesinnte Jugendliche und Anarchisten. Der spanische Premierminister, Pedro Sanchez, äußerte, es sei notwendig, den Schutz der Meinungsfreiheit im Land zu stärken, dabei sei jedoch die Anwendung von Gewalt unter keinen Umständen gerechtfertigt.
Spaniens ehemaliger König Juan Carlos  - SNA, 1920, 26.02.2021
Spaniens ehemaliger König Juan Carlos entgeht Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung
Die spanische Regierung kündigte ihr Vorhaben an, das Strafrecht einer Revision zu unterziehen. Künftig soll die Meinungsfreiheit nur dann eingeschränkt werden, wenn sie von gewalttätigem Verhalten begleitet wird oder die öffentliche Ordnung gefährdet ist.
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