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SPÖ-Chefin fordert Impfstoff-Produktion in Österreich

© REUTERS / LISI NIESNERLeere Pfizer-BioNTech-Impfstoffflaschen, Feb. 7, 2021, Österreich
Leere Pfizer-BioNTech-Impfstoffflaschen, Feb. 7, 2021, Österreich - SNA, 1920, 28.02.2021
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SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner will die Bevölkerung in Österreich so schnell wie möglich mit Corona-Impfstoff versorgen. Ein nationaler Impffonds sollte die Forschung und Produktion des Impfstoffs finanziell ankurbeln.
Die Produktion der Impfstoffe dauere derzeit „viel zu lange“, erklärte Rendi-Wagner am Sonntag der Austria Presse Agentur (APA).
Sie schlägt vor, einen zunächst drei Milliarden Euro schweren nationalen Impffond einzurichten, über den entsprechende Projekte finanziert werden sollen. Unternehmen, die in Österreich an Impfstoffen forschen bzw. diese produzieren, will Rendi-Wagner finanziell fördern.
In Österreich seien bisher „nicht einmal fünf Prozent der Bevölkerung immunisiert“, sagte die SPÖ-Vorsitzende in einem schriftlichen Statement. Als Grund dafür sieht sie die Produktionskapazitäten der Impfstofferzeuger: „Sie sind nicht dafür ausgelegt, so viel Impfstoff binnen kürzester Zeit für alle Menschen auf der Welt zu erzeugen.“ Die Produktionskapazitäten müssten massiv ausgebaut werden - „und zwar in Europa, aber auch in Österreich“, so Rendi-Wagner, die zuvor schon Ende Januar für eine „Krisenproduktion“ in Europa plädiert hatte.

Impfstoff-Produktion auf sichere Beine stellen

„Wir dürfen die Gesundheit der Bevölkerung nicht in die Hand von drei Impfstoffproduzenten legen“, sagte die Parteichefin. Corona werde Österreich noch Jahre begleiten, „deshalb muss die Produktion der Impfstoffe auf verlässliche und sichere Beine gestellt werden. Um uns langfristig zu schützen, müssen wir Teile der Impfstoffproduktion auch nach Österreich holen."
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Auch wirbt die SPÖ-Chefin für eine Forschungs- und Produktionsprämie in Höhe von 30 Prozent. Bis Mitte 2022 soll dazu im Rahmen der Forschungsprämie ein „Sondertopf“ geschaffen werden. Unternehmen, die an Impfstoffen forschen und neue Produktionskapazitäten in Österreich aufbauen, sollen so mit einer Prämie von 30 Prozent begünstigt werden. Unternehmen, die diese Mittel in Anspruch nehmen, müssten sich verpflichten, einen Teil der neu geschaffenen Produktionskapazitäten für die Verwendung in Österreich zu reservieren.
Darüber hinaus sollen nach dem SPÖ-Plan für die Erforschung von Impfstoffen an heimischen Universitäten mehr Gelder zur Verfügung gestellt und eine „Entbürokratisierung“ bei Betriebsanlagegenehmigungen umgesetzt werden.
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