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Gleichstellungsdebatte: Deutsche Promis treten für „Grundgesetz für alle“ ein

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LGBT-Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.02.2021
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Promis wie die TV-Moderatorin Anne Will, die Komikerin Carolin Kebekus, der Sänger Udo Lindenberg und der Regisseur Rosa von Praunheim haben sich für die auf queere Gleichstellung abgezielte Kampagne „Grundgesetz für alle“ eingesetzt. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur.
Der Auslöser dafür war die Streichung des Begriffs Rasse aus dem deutschen Grundgesetz, die momentan aktiv diskutiert wird. Die Initiative plädiert dafür, dann auch gleich das Merkmal der sexuellen Identität aufzunehmen. „Das ist die Gelegenheit, endlich das Diskriminierungsverbot zum Schutz von sexueller und geschlechtlicher Identität zu erweitern“, heißt es in dem Appell.
Die Resonanz sei wirklich sehr gut, sagte Sören Landmann, einer der Organisatoren, der Deutschen Presse-Agentur. Ganz bewusst wolle die vor kurzem gestartete Kampagne in der Debatte keine sprachliche Vorgabe machen. Landmann sagte, mit der Ergänzung wirklich weniger Worte könne man das Leben vieler Menschen essenziell positiv beeinflussen.
Unterstützt wird die Kampagne von zahlreichen Organisationen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Gesellschaft. Anne Will, selbst offen lesbisch, twitterte dazu: „Es ist höchste Zeit, sowohl den Rassebegriff aus dem Art3GG zu streichen, als auch queere Menschen endlich durch das Grundgesetz vor Diskriminierung zu schützen“.
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Bislang lautet der Artikel 3, Absatz 3: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“
Der Sammelbegriff „queer“ beschreibt laut der Kampagne Menschen vielfältiger sexueller und geschlechtlicher Identitäten, Geschlechtsausdrücke und Geschlechtsmerkmale. Es geht also nicht nur um Schwule oder Lesben, sondern auch beispielsweise um trans- oder intersexuelle Menschen.
In der Gleichstellungsdebatte ist derzeit Bewegung: So gab es kürzlich eine große Coming-out-Aktion von Schauspielerinnen und Schauspielern im Magazin der „Süddeutschen Zeitung“. Mit einem aufsehenerregenden Appell im Magazin „11 Freunde“ sicherten zudem mehr als 800 deutsche Fußballer und Fußballerinnen homosexuellen Spielern ihre Unterstützung zu.
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