Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Falsche Bewertung“: Riad weist Vorwürfe der US-Geheimdienste im Fall Khashoggi zurück

© REUTERS / SARAH SILBIGERMahnwache vor der Botschaft Saudi-Arabiens in Washington zum Jahrestag der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi
Mahnwache vor der Botschaft Saudi-Arabiens in Washington zum Jahrestag der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi  - SNA, 1920, 27.02.2021
Abonnieren
Die saudi-arabischen Behörden haben die Ergebnisse des US-Geheimdienstberichts zur Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi, denen zufolge die Staatsführung daran beteiligt gewesen sein soll, zurückgewiesen. Das berichtete die staatliche Agentur SPA am Samstag unter Verweis auf das Außenministerium des Landes.
„Die Regierung des Königreichs Saudi-Arabien weist die im Bericht enthaltene negative, falsche und inakzeptable Bewertung über die Führung des Königreichs voll und ganz zurück und hält fest, dass der Bericht ungenaue Informationen und Schlussfolgerungen beinhaltet“, zitiert die Agentur eine Erklärung des Außenministeriums.
Wie es weiter heißt, hätten die Behörden des Landes bereits die notwendigen Maßnahmen gegen die Täter, die hinter dem Verbrechen stecken, ergriffen.
„Das Königreich lehnt alle Maßnahmen ab, die seine Führung, die Souveränität und Unabhängigkeit seines Justizsystems beeinträchtigen“, betonte das Auswärtige Amt.
Unter anderem verwies das Ministerium darauf, dass die USA und das Königreich „eine dauerhafte Partnerschaft“ verbinde.
„Diese Partnerschaft florierte fast acht Jahrzehnte lang auf der Grundlage gegenseitigen Respekts. Die Behörden beider Länder arbeiteten fleißig daran, diese Beziehungen in allen Aspekten mit dem Ausbau der Zusammenarbeit und Konsultationen zu vertiefen, um die Sicherheit und Stabilität in der Region und auf der ganzen Welt zu stärken“, heißt es in der Erklärung.
Am Freitag hatte das Büro von US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines in Washington einen Bericht zu Khashoggis Tötung veröffentlicht.
Im Dokument wird behauptet, dass der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman die Operation zur Gefangennahme oder Tötung Khashoggis im Oktober 2018 genehmigt haben soll.

Tötung von Jamal Khashoggi

Der Journalist Jamal Khashoggi war am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Spezialkommando aus Riad getötet worden. Sein Leichnam ist bis heute nicht gefunden worden. Die „Washington Post“ berichtete im selben Jahr unter Verweis auf eine türkische Quelle, dass „biologische Beweise“ im Garten des Konsulats gefunden worden seien.
US-Außenministerium in Washington (Archivbild) - SNA, 1920, 26.02.2021
Ermordung von Khashoggi: USA verhängen Einreisebeschränkungen gegen 76 Bürger Saudi-Arabiens
Khashoggi lebte vor seiner Ermordung im US-Bundesstaat Virginia und schrieb Kolumnen für die „Washington Post“, die oft Kritik an der saudischen Monarchie enthielten.

Kronprinz streitet Verstrickung ab

Die Führung des Königreichs war nach Khashoggis Verschwinden scharfer Kritik ausgesetzt. Sie räumte den Mord erst auf internationalen Druck hin ein. Die Spuren führten bis in das engste Umfeld von Kronprinz Mohammed bin Salman, der aber bestritt, die Tötung selbst angeordnet zu haben.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала